Kieztreff

Sammelpunkt für multikulturelles Leben

Die Nachbarschaftseinrichtung Kieztreff liegt in Lichterfelde-Süd und ist für alle Anwohner ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Die Besucher sind ein Abbild der Bevölkerung im Kiez und somit ist es ein multi-kultureller Ort geworden. Hier fühlen sich die türkischen, arabischen, baltischen und natürlich auch die deutschen Anwohner herzlich willkommen.

Neben der unkomplizierten Kontaktaufnahme im Nachbarschaftscafé oder beim monatlichen Brunch, aber auch in verschiedenen Kursen und Gruppen, finden die Anwohner zueinander. Beispiele dafür sind der Englisch-Kurs für Senioren, die Malwerkstatt für Erwachsene oder das nachbarschaftliche Gärtnern mit Familien.

Neben den Senioren und alleinlebenden Erwachsenen besuchen viele Familien die Einrichtung. Die meisten halten der Einrichtung seit Jahren die Treue und lassen uns an ihrem Leben teilhaben. Die Kinder kommen nach der Schule oder dem Hort erst einmal im Kieztreff vorbei, um von einer EINS in Englisch oder in Mathe zu berichten oder aber auch, um nach der Hausaufgabenhilfe zu fragen, wenn etwas mal nicht so geglückt ist.

Für die jungen Familien gibt es häufig Tipps über altbekannte Hausrezepte, Backrezepte und wie man Früchte zu Marmelade einkochen kann. Die verschiedenen Kulturen und die Spezialitäten aus den einzelnen Ländern werden in der Einrichtung als Bereicherung wahrgenommen.

Unser großer Saal wird den Familien für die Gestaltung von Kindergeburtstagen zur Verfügung gestellt. Die Eltern schmücken den Raum kindgerecht und bringen auch die Fest-Verpflegung mit. Die Kinder feiern sehr gerne in unserer Einrichtung. Es ist viel mehr Platz als in ihren Mietwohnungen und der schöne Garten kann ebenfalls mitbenutzt werden. Auch Senioren feiern häufig Geburtstag bei uns. Sie bestellen dann von unserer kleinen Speisekarte und freuen sich, dass alle barrierefrei zusammenkommen können.

Das Sprachcafé für unsere neuen Besucher findet ausgesprochen guten Anklang. Bei den Geflüchteten, wie auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern in diesem Bereich. Das Sprachcafé ermöglicht den geflüchteten Menschen ihre Deutsch-Kenntnisse zu vertiefen und auch anzuwenden. In heiterer Atmosphäre bahnen sich immer wieder interessante Gespräche an.

Die Flüchtlingsarbeit findet sich ebenso in unserer Nachbarschaftseinrichtung wieder. Wir haben die neuen Bewohner in unserem Kiez zum Kochen eingeladen. Ein leckeres Mahl stand jedes Mal am Ende des Tages auf dem Tisch und wurde freudig verspeist. Auch in der Flüchtlingsarbeit ist die Hilfe beim Umgang mit den Behörden, Terminierung von Facharzt-Besuchen und vieles mehr, Bestandteil des täglichen Tuns. Die Einbindung der Flüchtlinge in die Einrichtung kann nach einiger Anlaufzeit als durchaus gelungen bezeichnet werden. Immer wieder bemerkenswert ist, wie unkompliziert die Kinder aufeinander zugehen, miteinander spielen und trotz der vorhandenen Sprachbarrieren im Nu das „erste Eis“ brechen. Das wirkte sich auch auf alle anderen Besucher aus und es wurde schnell die Ebene der Unterstützung (Sachspenden, Windeln, Schulmappen etc.) erreicht. Die Flüchtlingsfamilien nutzten gerne unser Angebot in der Einrichtung Kindergeburtstage mit ihren Kindern zu feiern. Dabei wurden wie selbstverständlich auch die Kinder unserer Stammbesucher eingeladen.

Ein ganz besonderer und wichtiger Bestandteil im Kieztreff ist das nachbarschaftliche Engagement untereinander. Der Kieztreff hat sich zu einer Börse für Hilfe und Hilfeersuchen entwickelt. Es sind oft die kleinen Hilfen, die das Leben leichter machen. Da fährt ein Großvater einen anderen Großvater morgens mit dem Auto ins Krankenhaus zu verschiedenen Untersuchungen. Und das an mehreren Tagen, immer wieder. Eine andere Besucherin hilft einem älteren Herrn bei den Einkäufen und trägt die schweren Sachen nach Hause. Da wird eine ältere Dame, die unter der Juli-Hitze arg zu leiden hatte, spontan von einem Stammgast mit ihrem Rollator ins Auto gepackt und zum Arzt gefahren. Oder es wird eine ältere Dame, die gerade von der Sparkasse kam, mit ihren Ersparnissen nach Hause begleitet, damit sie sicher zuhause ankommt.

Die Erwachsenen helfen, neben der Schularbeitshilfe, spontan den Kindern bei kniffeligen Aufgaben oder es wird von einer anderen Besucherin immer mal wieder eine Runde Eis für die Kids ausgegeben. Es wird geholfen beim Anbringen von Balkonkästen und beim Entrümpeln eines Kellers oder es wird für einen alleinstehenden älteren Herrn auch schon mal ein Mittagessen mehr gekocht und es ihm mitgegeben. Und das Schöne ist, dass dies alles auf Zuruf passiert, ohne lange Listen und Anmeldungen zu schreiben und Aufrufe zu starten. Wenn jemand Hilfe benötigt, kommt er in die Einrichtung, äußert seinen Wunsch und es findet sich immer Hilfe. Manchmal sofort, manchmal fragen alle so lange herum, bis sich der/die Richtige für diese Aufgabe gefunden hat. Viele Anwohner kommen in die Beratungsstunden, wenn sie von Problemen gedrückt werden. Die Hilfe beim Schriftverkehr nimmt dabei einen großen Anteil ein, da das „Amtsdeutsch“ erst einmal „übersetzt“ werden muss, um dann gemeinsam einen Antrag auszufüllen, einen Brief oder einen Widerspruch an eine Behörde zu verfassen. Auch die Kontaktaufnahme zu Telefonanbietern bei Problemen oder die Vermittlung an den Pflegestützpunkt gehören zu den häufigen Anfragen.

Das Service-Büro hilft beim Schriftverkehr, Jobcenter Bescheide können geprüft werden und es gibt Hilfestellung bei Bewerbungen um Arbeitsstellen. Die Polizei vom Abschnitt 46 hält in den Räumen der Einrichtung regelmäßig Bürgersprechstunden ab. Die Anwohner kommen zahlreich mit ihren verschiedenen Anliegen zu den Terminen und die Kinder freuen sich riesig, wenn sie bei der Gelegenheit einmal in einem Polizeiauto sitzen dürfen und das Blaulicht anschalten dürfen. Außerdem bietet die Einrichtung mehreren Bürgerinitiativen Raum für ihre Treffen. Dabei handelt es sich immer um Belange und Initiativen hier aus dem Kiez.

Die Anwohner, die nicht zu den Besuchern der Einrichtung gehören, beteiligen sich ebenso wie selbstverständlich an der unkomplizierten Hilfe. Sie kommen in die Einrichtung und fragen, ob wir Buntstifte, Malpapier (aus einer Druckerei), Gartenmöbel, Spielzeug oder Bastelmaterial gebrauchen können – sie würden es so toll finden, dass der Kieztreff die Angebote für die Anwohner anbietet. So kommen wir und unsere Besucher in den Genuss der herzlichen Spenden – und wir brauchten noch nie Buntstifte oder Papier kaufen.

Dieses Füreinander da sein, die gegenseitige Wertschätzung und der Respekt nehmen einen großen Raum in der Einrichtung ein, für Besucher, für Mitarbeiter und auch für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, denen an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön ausgesprochen werden soll.

Seit Herbst 2017 findet Austausch im Rahmen des interkulturellen, generationsübergreifenden Gärtnern statt. So wird auch der Garten der Einrichtung in den Fokus der Begegnung und des Miteinanders gestellt.

Martina Sawaneh, Projektleiterin im Kieztreff, sieht ihre Aufgabe in diesem Teil der täglichen Arbeit, den Raum und die Atmosphäre zu schaffen und zu unterstützen, das nachbarschaftliche Hilfe möglich gemacht wird.

Hier sind wir: Celsiusstraße 60, 12207 Berlin – Sie erreichen uns mit Bus 186, M85 und S-Bahn-Linien 25 und 26 (S-Bhf Lichterfelde Süd).

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Celsiusstraße 60, 12207 Berlin

Kieztreff

Celsiusstraße 60, 12207 Berlin

gefördert von

Projektleitung
Martina Sawaneh
0173 58 37 27 3
sawaneh[at]stadtteilzentrum-steglitz.org

Öffnungszeiten und Angebote:

Mo.: 10 – 17 Uhr soziale Beratung und Gesprächsangebot mit Termin
14 – 17 Uhr offener Kaffeebereich
Di.: 10 – 12 Krabbelgruppe
13 – 16 Uhr soziale Beratung und Gesprächsangebot mit Termin
Mi.: 10 – 15 Uhr soziale Beratung und Gesprächsangebot mit Termin
13.30 – 16.30 Uhr offener Kaffeebereich
16.30 – 17.30 Uhr Line Dance für alle Altersgruppen
Do.: 10 – 12 Uhr Malwerkstatt
13.30 – 15 Uhr Smartphone Workshop
14 – 17 Uhr soziale Beratung und Gesprächsangebot ohne Termin
17 – 20 Uhr Polizeisprechstunde am 1. Donnerstag des Monats
Fr.: 10 – 13 Uhr offener Kaffeebereich
14 – 15 Uhr Bewegungskurs 50+

Bitte für alle Gruppenangebote bei Martina Sawaneh anmelden. Für alle Veranstaltungen gilt die 2G-Regelung. Für alle Beratungen gilt die 3G-Regelung.

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