Chronik

Die Chronik des Vereins Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. wurde 1995 von einer Handvoll „Pioniere“ gegründet und ist seither zu einem großen und beachtlichen Verein herangewachsen. Wir tragen für die Chronik des Vereins Geschichten, Anekdoten, Text, Bildmaterial und alles zusammen, was mit uns in Verbindung steht.

Hier können Sie die großen Stationen des Vereins nachlesen. Mit der Zeit werden wir dies immer weiter ergänzen. Wir freuen uns über jeden, der noch die ein oder andere Geschichte oder alte Fotos zur Verfügung stellen kann.

Haben Sie im Gutshaus eine tolle Feier erlebt? Waren ihre Kinder in der Kita am Hindenburgdamm? Gehörten ihre Kinder zu den ersten Memlingen? Können Sie sich an ihren ersten Besuch im „kieztreff“ erinnern? Wie war die Einweihungsfeier des Kinder- und Jugendhaus Immenweg? … Wie sind Sie das erst Mal mit dem Stadtteilzentrum in Kontakt gekommen?

Wir freuen uns wirklich über jeden Beitrag!

Schreiben Sie einfach unter dem Stichwort „Chronik“ an info@stadtteilzentrum-steglitz.de – !


Die Festschrift des Stadtteilzentrums zum 25. Bestehen des Vereins

Als eBook oder interaktives Pdf zum Herunterladen:

 

 
 
 
 

 

2020

Seit der Spielzeit 2019/20 gab es die „Bezirks-Wette“, bei der der Fußballverein Hertha BSC eine Ticket-Wette mit einem sozialen Träger oder Projekt einging. Schaffen es der Träger, das bereitgestellte Kontingent an „Bezirks-Tickets“ abzurufen, stellt Hertha BSC einem sozialen Projekt aus einem zugehörigen Kiez 5.000 Euro zur Verfügung. Der 25. Spieltag – das Bundesligaspiel Hertha BSC gegen SV Werder Bremen am 7. März wurde für das Stadtteilzentrum zum Glücksfall. Über das Internet fanden die Verantwortlichen das Stadtteilzentrum und boten sich als „Wettgegner“ an. Das zu unterstützende Projekt sollte der Aufbau einer Beratungsstelle für trans*identen Kinder und Jugendlichen sein. Am Spieltag stand fest, dass es gelungen war, weit mehr als 500 Tickets für das Spiel über die Bezirkswette zu verkaufen. Damit wurde der Aufbau des Projektes möglich.

Schon im Dezember 2019 kündigten sich spannende Veränderungen imn der Kita Lichterfelder Strolche und dem KiJuNa an: Auf einem Elternabend wurde das Projekt „Grün macht Kindergarten/Schule“ vorgestellt. 2020 ließ sich die geplante Durchführung aufgrund der Pandemie jedoch nicht durchführen, dennoch bestand ein enger Kontakt zur Gartenarchitektin. Im Dezember konnte schließlich die Grundstücksvermessung erteilt werden sowie mit der Erstellung eines Lageplans begonnen werden. Ebenso wurden große Findelsteine für den Garten angeschafft. Für 2021 ist eine gemeinsame Teamsitzung mit der Landschaftsarchitektin geplant, die dann mit dem neuen Vermessungsplan ein Gartenkonzept erstellt. Hierbei werden die Wünsche der Teams, der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern berücksichtigt.

Mehr Wissen über Naturzusammenhänge, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft verbreiten sowie eine gesunde Ernährungsweise und nachhaltigen Konsum hinwirken, ist eines der Ziele der GemüseAkerdemie. Dies gevorzugt in Kitas und Schule. Im KiJuNa und der Kita Lichterfelder Strolch begann die GemüseAckerdemie als Lernort 2020. Zwei Mitarbeiter*innen erklärten sich für jeweils einen Acker zuständig, der Anfang März vorbereitet und Ende März erstmalig bepflanzt wurde. In der Folge trafen sich regelmäßige kleine Acker-Kindergruppen um die wöchentlichen Ackeraufgaben zu bearbeiten, die schließlich auch ernten und daraus kochen durften. Im September fand die zweite Bepflanzung statt. Auch dieses Projekt wird 2021 fortgesetzt.

Im Frühjahr 2020 wurde in einer PL-Runde gemeinsam beschlossen, dass das Stadtteilzentrum eine Gemeinwohlbilanz erstellt, um in allen Bereichen unserer Arbeit genau zu überprüfen, wie wir bestmöglich zum Wohle der Allgemeinheit betragen und wo wir noch sozialer und noch nachhaltiger Handeln können. Im Herbst wurde die Bilanzerstellung gemeinsam mit drei anderen Berliner Unternehmen gestartet und wird bis zum Sommer 2021 abgeschlossen. Schon ab 2020 sind wir aber Mitglied im Gemeinwohlökonomie-Verein Berlin-Brandenburg.

Am 13. März 2020 wurden alle Kinder- und Jugendhäuser im Zuge der Pandemie des Coronavirus geschlossen. Ab dem 17.3. ebenfalls alle  Kitas sowie schulischen Einrichtungen. Auch die Nachbarschaftseinrichtungen schlossen die Türen. Ab dem 23. März arbeiteten sehr viele Mitarbeiter*innen des Stadtteilzentrums im Homeoffice. Kolleg*innen aus Kita + EföB arbeiteten weiter in der Notbetreuung, auch die GU Leonorenstraße wurde weiter durch die Kolleg*innen betreut.

Am 28.04. wurde im Rahmen unseres Jubiläumsjahres vom Arbeitsbereich Offene Kinder- und Jugendarbeit ein Fachtag „Digitale Beteiligung in der Jugendarbeit“ durchgeführt. Ursprünglich analog geplant, wurde der Fachtag passend zum Thema und aufgrund des Corona-Lockdowns per Zoom-Konferenz realisiert. Für viele der über 70 Teilnehmenden aus ganz Deutschland, war dies sicherlich eine der ersten Zoom-Konferenzen in dieser Größenordnung. Es wurde ausgiebig diskutiert und alle waren von der Veranstaltung sehr angetan.

In drei Workshoptagen im Juni und Juli 2020 konkretisierten sechs Kolleg*innen des Stadtteilzentrums, die Bezirksstadträtin Carolina Böhm und ein Moderatorenteam der Weltenerbauer Schritt für Schritt den Plan, Demokratie für Jugendliche erlebbar zu machen. Die mobile Lernwerkstatt „Demokratie im Koffer“ in sieben Lernerlebniskoffer über vier Modulen sollen ihren Weg zu Jugendlichen finden und Demokratieförderung mit Kreativität und Spaß stattfinden lassen.

In Kooperation mit dem Mittelhof e.V. bekam das Stadtteilzentrum Steglitz im Sommer 2020 eine Förderzusage des Senats für ein neues Stadtteilzentrum in Lankwitz. Am 1. Juli startete die Arbeit mit Konzeptentwicklung und ersten Kontaktaufnahmen zur Nachbarschaft. Ein ehemaliger Frisör in der Leonorenstraße wurde angemietet und bis zum Ende des Jahres umgebaut und eingerichtet. Die offizielle Eröffnung des „Stadtteilzentrum SüdOst“ erfolgt in 2021.

Ab August 2020 treffen sich 14-tägig die Jugendlichen mit Downsyndrom unter dem Namen „Jugendtreff21 – Treffen junger Menschen mit Down-Syndrom“ von der Aktion Mensch gefördert im KiJuNa. Es wird immer viel getanzt und „eigene Shows“ aufgeführt. Mit den Jugendlichen wird viel reflektiert, wie es ihnen in den letzten zwei Wochen erging. Es werden viele Ausflüge, Museums- und Kinobesuche gemacht, und je nach Jahreszeit passende Aktivitäten. Geburtstage gemeinsam feiern hat bei den Jugendlichen immer einen sehr großen Stellenwert.

Ebenso in Kooperation mit dem Mittelhof e.V. ist das Stadtteilzentrum Steglitz ab der zweiten Jahreshälfte 2020 für die Gebietskoordination in der Großsiedlung am Kamenzer Damm zuständig. Mit der Gebietskoordination sollen die Siedlung aufgewertet und nachbarschaftliche Netzwerke und zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt werden.

2020 war ein Jahr mit ganz besonderen Herausforderungen für das Stadtteilzentrum. Soziale Arbeit musste aufgrund der Pandemie neu gedacht werden. Wo im Normalfall Gemeinsamkeit und Nähe die Grundlage der Arbeit waren, herrschte nun Isolation und Abstand. Trotzdem machten alle Mitarbeiter*innen des Trägers jeder auf seine Weise weiter: Digitale Angebote wurden neu eingerichtet, Konferenzen per Videoschaltung geführt, neue Social-Media-Kanäle in der Kinder- und Jugendarbeit angemeldet, Apps entwickelt, neue Projekte und Formate erdacht. Im Zuge der Ereignisse haben alle Mitarbeitenden des Stadtteilzentrums ihr Wissen um Hygienemaßnahmen enorm geschult. So wurden viele neue Möglichkeiten gefunden und eingesetzt um mit den betreuten Kindern und Jugendlichen sowie den Besuchern der Nachbarschaftseinrichtungen trotz Kontakteinschränkungen in Kontakt zu bleiben. Soziale Arbeit geht immer weiter, ganz besonders in schwierigen Zeiten. Auch wenn die Pandemie überwunden sein wird, hat sich die Arbeit des Stadtteilzentrums im 25. Jahr nachhaltig verändert.

2019

Im Januar 2019 eröffneten wir unsere vierte Kita, die Marienfelder Kiezhopser. Besonders hier bewahrheitete sich das geflügelte Wort: „Was lange währt, wird endlich gut!“ Die Kolleg*innen gingen voller Elan an ihre Arbeit.

Die Kita Kleckerbande stand seit dem 1. März 2019 unter Trägerschaft des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Eine neue Einrichtungen in den Reihen des Stadtteilzentrums, aber ein sehr erfahrenes Haus für Kinder und ihre Eltern. Innerhalb weniger Monate wuchs der Arbeitsbereich der Kindertagesstätten von drei auf fünf Kitas.

Im April 2019 lud das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. als Betreiber zum Tag der offenen Tür in die neue Unterkunft für Geflüchtete in die Leonorenstraße ein. Die Unterkunft besteht aus vier Gebäuden, in denen 449 Menschen untergebracht werden. Wieder wurden Jobanzeigen geschaltet und ein neues Team zusammengestellt, das künftig sehr vielfältige und multikulturelle Aufgaben zu bewältigen hat.

Ebenso im April fand unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski der erste Ostermarkt auf dem Ludwig-Beck-Platz statt. Organisiert wurde der Ostermarkt von der gleichen Kooperation, von der auch der Adventsmarkt gestaltet wurde.

Auch der sechste Kunstmarkt der Generationen im Juni 2019 lockte zahlreiche Besucher*innen und Familien in den Schlosspark Lichterfelde. Nun war er wirklich eine kleine Tradition und über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt. Manche Künstler*innen nahmen seit dem ersten Mal teil und freuten sich, wie die Besucher*innen, über die besondere Atmosphäre des Parks.

Am 7. Dezember 2019 fand unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski der zweite Adventsmarkt auf dem Ludwig-Beck-Platz statt. Die Kooperation zeigt Erfolg im Bemühen, den Ludwig-Beck-Platz als Veranstaltungsort für den Kiez bekannt zu machen.

2018

Ab Januar 2018 gab es ein neues Kooperationsprojekt: die ergänzende und unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®). Zu Beginn arbeiteten die neuen Kolleginnen in der Geschäftsstelle des Trägers, konnten aber im Juli in schöne eigene Räume in die Potsdamer Straße einziehen. Die ergänzende und unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) richtet sich an Menschen mit chronischen Erkrankungen, (drohender) Behinderung, deren Angehörige und soziale Bezugspersonen. Sie informieren, beraten und stärken durch ihr Beratungsangebot.

Mit einem Frühlingsfest wurde im März der interkulturelle Garten eröffnet und die ersten Hochbeete aufgebaut. Über den kommenden Sommer wurden acht Hochbeete bebaut und bepflanzt und ca. 80 – 100 qm Gartenfläche mit Nutzpflanzen und Obststräuchern kultiviert. Vom Hausmeisterteam des Stadtteilzentrums wurde eine Regentonne aufgebaut und ein Wasseranschluss gelegt. Notwendige Gartengeräte wurden aus der Nachbarschaft gespendet. Ein von Anfang an sehr erfolgreiches Projekt.

Im Frühjahr wurde in Marienfelde nach sehr langer Genehmigungsphase ein Bauschild aufgestellt. Zu den drei bestehenden Kitas sollte eine vierte Kita hinzukommen. Die Namenssuche für die Kita begann.

Auch 2018 fand im Juni wieder ein Kunstmarkt der Generationen statt. Es ist der fünfte Markt, der sich wie die voran gegangenen, trotz der Wiederholung in der schönen Stimmung und Ausrichtungen unterscheidet.

Das Projekt „Kreativhaus“ ergänzte seit 2018 das Angebot des Kinder- und Jugendhauses Immeweg. Es richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung. Die Teilnehmenden bekamen hier die Möglichkeit, sich mittels Kunst auszudrücken und das Erlebte zu verarbeiten. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde aus der Idee Wirklichkeit. Heute ist „Kreativhaus“ ein fester Bestandteil des Kinder- und Jugendhauses Immenweg und erfreut sich großer Beliebtheit.

Im August musste die Geschäftsstelle erneut umziehen und findet neue Räume in der Holsteinischen Straße. Nähe Walterher-Schreiber-Platz.

Im September zog der Familienstützpunkt und das wellcome Projekt in die Remise in die Stindestraße ein. Der bisherige Standort des Familienstützpunktes kam als zusätzlicher Raum der Kita Maltinis zugute. Am 8. Dezember 2018 fand unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski der erste Adventsmarkt auf dem Ludwig-Beck-Platz statt. Ein Kooperationsevent vom Runden Tisch Lichterfelde-West, Anwohner*innen-Initiative Ludwig-Beck-Platz, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin – Wirtschaftsförderung, Bürgerbüro des Abgeordneten Christian Goiny und dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

2017

Im Januar zog das Integrationsbüro Steglitz in neue Räume in der Geschäftsstelle des Stadtteilzentrums, die sich seit 2014 in der Lankwitzer Straße befindet.

Am 28. Februar 2017 wurde die Notunterkunft in der Sporthalle Kiriat-Bialik geschlossen. Die Bewohner*innen wurden anderweitig in ganz Berlin untergebracht. Die Mitarbeitenden hatten sich neue Aufgaben gesucht und werden wohl diese Zeit immer in Erinnerung behalten. Auch für das Stadtteilzentrum war es eine sehr lehrreiche Zeit, die aber nicht beendet wurde, sondern sich in der Integrationsarbeit des Vereins fortsetzte. Auch „Kinderwohnen Kladow“ schloss im April, gefolgt von „Jugendwohnen Kladow“ im Juni 2017, seine Türen.

Das Fest der Nachbarn wird jedes Jahr am dritten Freitag im Mai gefeiert, so auch 2017. Dem Aufruf des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, VskA, folgend, lud der Nachbarschaftsbereich des Gutshauses zur „Tafel der Begegnung“ ein. Alte und neue Nachbar*innen stellten ein selbstgemachtes Buffet zusammen, es wurde getanzt, gesungen, gespielt und die kulturelle Vielfalt genossen.

Im Juni 2017 fand der vierte Kunstmarkt der Generationen statt. Unter dem Motto: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“ (Guy de Maupassant) ist der sozialer Träger immer wieder motiviert, diesen Tag zu organisieren. Er wurde zum Forum, in dem sich Kunstschaffende, Interessenten und Besucher*innen begegnen, um über die Kunst einen Anlass für einen gemeinsamen Tag haben.

Wo im September 2017 noch Grünfläche hinter dem Kieztreff war, sollte es bald anders aussehen. An diesem Platz sollten mehrere Hochbeete entstehen, die die Bewohner*innen der Thermometersiedlung ganz nach eigenen Wünschen und Vorstellungen bepflanzen können. Der Gedanke des „generationsübergreifenden interkulturellen Nachbarschaftsgarten“ war geboren und wurde mit einer ersten Infoverfanstaltung in die Tat umgesetzt.

2017 entstand das Projekt „Konfliktlotsenpool Berlin“. Es war eine Entwicklung des Stadtteilzentrums Steglitz e.V. und wurde im Rahmen des „Masterplans für Integration und Sicherheit“ des Berliner Senats gefördert. Über ein zentrales Vermittlungsbüro im Stadtteilzentrum erfolgt die berlinweite und kostenlose Vermittlung der Konfliktlots*innen an Einrichtungen für Geflüchtete oder deren Wohnumfeld. Konfliktlots*innen sind geschulte Ehrenamtliche, die in Konfliktsituationen, Möglichkeiten für Gespräche und Austausch zwischen den Akteuren schaffen und begleiten.

Eine Elterninitiative wendete sich im Dezember 2017 nach langer erfolgloser Suche an das KiJuNa, um für ihre Kinder und Jugendliche mit Downsyndrom einen Raum und eine Betreuung zu finden, damit sie sich regelmäßig treffen können. Das wurde sehr unkompliziert ermöglicht und das Projekt zuerst durch Ehrenamtliche und aus Eigenmitteln finanziert. Später wurde das durch den Paritäter unterstützte Projekt „Inklusives Jugendcafé“ ins Leben gerufen.

2016

Gleich im Januar 2016 kam als neue Einrichtung „Jugendwohnen Kladow“, ein Projekt für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, in die Trägerschaft des Stadtteilzentrums als erste Einrichtung außerhalb der Bezirksgrenzen hinzu. Auch hier musste wieder ein komplettes Team an Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen aufgestellt werden. Dieses neue Team hatte kaum Zeit sich aneinander zu gewöhnen, sondern musste gleich mit seiner sehr anspruchsvollen Aufgabe beginnen.

Der Familienstützpunkt wurde Standort des neues Angebots „wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt“ in Berlin-Steglitz. Die offizielle Eröffnung des wellcome-Projektes im Familienstützpunkt war der 10. Februar 2016, die im Rahmen einer Feierstunde in der Geschäftsstelle des Trägers stattfand. Die wellcome-Koordinatorin sucht und koordiniert ehrenamtliche Helfer*innen. Diese unterstützen Familien mit Babys einige Wochen oder Monate während des ersten Lebensjahres beim Übergang von der Geburt in den Alltag zuhause. Mit diesem Angebot für junge Familien wurde eine Lücke in der psychosozialen Versorgung geschlossen. Ziel war es, gemeinsam mit Netzwerkpartner*innen aus Politik und Gesundheitswesen präventiv im Bereich der Frühen Hilfen zu agieren.

Im Frühjahr 2016 wurden vier Anlaufstellen für ältere Menschen in Steglitz-Zehlendorf benannt. Es war ein Kooperationsprojekt mit dem Mittelhof e.V., bei dem insbesondere ältere Menschen angesprochen wurden, sich in die Nachbarschaftshäuser einzubringen und zunehmender Vereinsamung entgegenzuwirken. Teilnehmende Einrichtungen waren Villa Mittelhof, Mehrgenerationenhaus Phoenix, Gutshaus Lichterfelde und Kieztreff. Am 1. April kam in Kladow die zweite Einrichtung „Kinderwohnen Kladow“ dazu. Auch hier zeigte sich ein sehr anspruchsvolles Aufgabenfeld für ein neues Team. Teils alleinreisende Kinder mussten in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung betreut werden.

Nach 20 Jahren erschien im April 2016 die letzte Ausgabe der Stadtteilzeitung Steglitz-Zehlendorf. Eine neue Publikation, die erste Ausgabe des Magazins „Im Mittelpunkt“, erschien im darauffolgenden Monat. Mit dem Magazin sollen die Anliegen und Themen der sozialen Arbeit mehr fokussiert werden. Jedes Magazin bekommt ein neues Leitthema, das aus allen Bereichen des gemeinschaftlichen Lebens gewählt wird.

Nach aufwendiger Organisations- und Vorbereitungszeit fand im Mai 2016 ein fachbezogener Mitarbeiter*innen Tag statt. 111 Mitarbeiter*innen trafen sich im KiJuNa, um sich ausschließlich dem Thema Kinderschutz im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. zu widmen. Seit 2015 beschäftigt das Stadtteilzentrum eine Kinderschutzfachkraft. Dem Thema „Kinderschutz“ wird immer größere Priorität in der Arbeit des Stadtteilzentrums eingeräumt.
Am 25. Juni 2016 fand der dritte Kunstmarkt der Generationen im Schlosspark Lichterfelde statt. Es wurde langsam eine kleine Tradition und besonders schön war, dass die teilnehmenden Künstler*innen zu „alten“ Bekannten wurden. Trotzdem hatte auch dieser dritte Kunstmarkt sein ganz eigenes Flair.

Die Kita Lichterfelder Strolche machte sich 2016 auf den Weg zur Musik-Kita. Musik sollte das kreative und fördernde Medium im pädagogischen Konzept der Kita werden. Die Kita sollte nicht einfach nur eine Einrichtung, in der mal gesungen oder mal einer CD voller Kinderlieder gelauscht wird, sein, sondern ein singendes und klingendes Haus, in dem Musik gelebt wird und so ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf ist. Ein erster Schritt auf dem Weg zur MusikKita war die Erstellung der CD „Die drei Räuber“ – ein Hörspiel nach Toni Ungerer von und für Kinder aus der Kita Lichterfelder Strolche.

Im August 2016 forderte die Senatsverwaltung für Soziales die Stadtteilzentren in Berlin auf, sich zu melden, wenn Übernachtungskapazität vorhanden sind, um Geflüchtete aufzunehmen. So kamen 15 junge Männer zum Seniorenzentrum Scheelestraße, wo sie von Freitag bis Sonntag bleiben konnten. Drei kamen am Montag nach erfolgloser Unterkunftssuche zurück und lebten danach ein Jahr im Seniorenzentrum. Alle drei wurden später Kollegen in der unterstützenden Nachbarschaftsarbeit oder im KiJuNa.
 
Im Oktober 2016 nahm das Integrationsbüro Steglitz, das zunächst im KiJuNa ansässig war, seine Arbeit auf. Das Integrationsbüro wurde Anlaufstelle für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund sowie für einheimische Steglitzer*innen. Es wurde aus dem Masterplan für Integration und Sicherheit finanziert und auch in den Folgejahren weitergeführt.

Im November 2016 übernahm das Stadtteilzentrum die StadtrandNachrichten – eine Onlinezeitung, die über alle Themen berichtet, die für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf interessant sind.

2015

Die Arbeit in der umfunktionierten Sporthalle nahm ganz besonders die ersten Wochen und Monate des Jahres 2015 ein. Es ging nicht nur darum, den Menschen in der Halle eine Grundversorgung zu bieten, sondern auch Beschäftigungs- und Integrationsangebote zu entwickeln. Nicht nur die Spendenbereitschaft war enorm, auch die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren. Alles zusammen organisatorisch in sinnvolle Bahnen zu lenken, bedeutete eine große Kraftanstrengung, die im ganzen Verein zu merken war. Die Nachbarschaftsarbeit veränderte sich, Beratungsangebote mussten sich auf ganz neue Anforderungen einstellen. Neue Kooperationen und Arbeitswege zu behördlichen Stellen mussten sich entwickeln. Es ging um Sprache/Deutschkurse, Spenden – Annahme und Ausgabe, Freizeitangebote für Kinder und Erwachsene, Beratung, Dolmetschende, Kooperationspartner*innen, Rechtsberatungen, ärztliche Belange der Hallenbewohner*innen, psychologische Hilfen, Familienangelegenheiten und vieles andere mehr. Und trotz der Kraftanstrengungen war im ganzen Stadtteilzentrum eine gewisse Euphorie und Freude zu spüren, Menschen in Not helfen zu können.

Am Sonnabend, den 25. April 2015 setzte Steglitz-Zehlendorf ein Zeichen für Toleranz und Mitmenschlichkeit: Mehr als 400 Menschen waren an die Lippstädter Straße gekommen, um sich der ”Bürgerbewegung pro Deutschland” entgegenzustellen. Die hatte zur einer “öffentliche Kundgebung gegen Asylmissbrauch” vor der Notunterkunft Lippstetter Straße aufgerufen. Verschiedene Parteien, Initiativen und soziale Träger hatten zur Beteiligung an der Gegendemo aufgerufen. So mussten die Ordnungskräfte eine große Menschenmenge für Toleranz und Offenheit von 12 Teilnehmer*innen der Bürgerbewegung trennen.

Aber auch die gewohnte Arbeit des Vereins ging weiter. Am 29. Mai 2015 fand das zweite Kiezfest auf dem Ludwig-Beck-Platz, initiiert vom Runden Tisch Lichterfelde-West, in Kooperation und Organisation des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. statt. Auch dieses Mal präsentierten sich, Vereine, Organisationen, Kiezgeschäfte an Marktständen und schöne Tanzaufführungen erfreuten die Besucher*innen. Der Wunsch nach regelmäßigen Veranstaltungen solcher Art auf dem Platz wurde immer häufiger von Nachbar*innen geäußert. 

Der 2. Kunstmarkt der Generationen wurde am 27.6.2015 im Schlosspark Lichterfelde von der Schirmherrin Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Sport und Bürgerdienste, eröffnet. An 90 Marktständen stellten sich erneut Künstler*innen der Region sowie die Einrichtungen des Stadtteilzentrums vor. Der generationsübergreifende Gedanke war den ganzen Tag spürbar und gegenwärtig. 

Anfang September zogen nach zwei Monaten Bauzeit die ersten Bewohner*innen in die Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm 108 ein. Die Gemeinschaftsunterkunft wurde für bis zu 300 Geflüchtete mit besonderem Schutzbedürfnis gebaut. Der Betreiber der Einrichtung ist die „MILaa gGmbH“, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt, dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. sowie mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales dieses Projekt verwirklichen soll.

Im November 2015 wurde das Stadtteilzentrum Betreiber der Notunterkunft Kiriat-Bialik-Sporthalle. Ein ganz neues Team an Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen wurde zusammen gestellt. Trotz beschränkter Möglichkeiten musste hier versucht werden, den Hallenbewohner*innen gute Lebensbedingungen zu schaffen. Eine Herausforderung, die in diesem Jahr für den Verein schon fast zum Alltag gehörte. Aber auch an die Nachbarschaft wurde immer wieder gedacht und Anwohner*innen-Veranstaltungen organisiert, um mit größt möglicher Transparenz arbeiten zu können.

Durch den großen Zuzug von Geflüchteten im Jahr 2015 wurden in den Nachbarschaftseinrichtungen des Vereins neue Angebote, wie unter vielem anderen das Sprachcafé, entwickelt. Bis heute kommen neue Nachbar*innen aus diesen ersten Tagen der Arbeit mit Geflüchteten in unsere Einrichtungen.

2015 wurde das Stadtteilzentrum Steglitz 20 Jahre alt – ein Jahr mit ganz besonderen Anforderungen.

2014

Am 17. Januar 2014 fand zugunsten von jugendnotmail.de ein großes Fest im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße statt. Unter der Schirmherrschaft von Janina Uhse, dem Star aus GZSZ („Gute Zeiten – schlechte Zeiten“) wurde das Fest mit einer Spendentombola, Sportspielen und einem reichlichen Buffet gefeiert.

2014 ist besonders der erste Kunstmarkt der Generationen zu erwähnen, der im Juni im Schlosspark Lichterfelde stattfand. An 100 Marktständen präsentierten Künstler*innen aus der Region sowie die Einrichtungen des Stadtteilzentrums Kunst und Kunsthandwerk verschiedenster Richtungen, die generationsübergreifend alle Besucher*innen ansprechen konnte. Der Schlosspark Lichterfelde verwandelte sich an dem Tag in eine Open-Air-Galerie, einen Jahrmarkt, einen Festplatz und schließlich sogar in ein Auktionshaus. Es war eine so beeindruckende und schöne Veranstaltung, dass daraus „nach dem Kunstmarkt ist vor dem Kunstmarkt“ für viele Jahre werden sollte.

Im Juli 2014 startete in der Region Südost von Steglitz-Zehlendorf das SRL Projekt. SRL steht für SozialRaumorientierte Leistungen in der Kinder und Jugendhilfe und war ein Kooperationsprojekt des Jugendamtes Steglitz-Zehlendorf (Region Südost) und den Trägern der freien Jugendhilfe FSD,  FAMOS gGmbH, Mittelhof e. V. und dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Das SRL Innovationsteam arbeitete überwiegend unmittelbar im Sozialraum.
Im August konnte die 10-jährige fruchtbare Kooperation zwischen dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und FAMOS e.V. Berlin gefeiert werden. 

Am 20. September fand das erste Kiezfest auf dem Ludwig-Beck-Platz, initiiert durch das Stadtteilzentrum und den Runden Tisch Lichterfelde-West, statt. An 15 Ständen präsentierten sich Vereine, Initiativen, die Händler des Hindenburgdammes und andere einem breitem Publikum aus der der Nachbarschaft.

Am Mitarbeiter*innen-Tag im Oktober 2014 wurde dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. durch die Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto die Urkunde „Nachhaltigkeit“ verliehen.  Die Firma Hultgren – Nachhaltigkeitsberatung hatte ein Jahr lang alle Einrichtungen des Vereins auf den Prüfstand in Bezug auf Nachhaltigkeit gestellt. Damit war das Thema jedoch nicht abgeschlossen, sondern es wurde in der AG Nachhaltigkeit weiterhin mit den Papierpat*innen und an anderen Themen aus diesem Bereich gearbeitet.

Aus dem Wunsch heraus, ein gemeinsames Leitbild für das Stadtteilzentrum zu haben, gründete sich 2014 die AG Leitbild. Wie so oft, wenn es darum geht, neue Inhalte zu erarbeiten, traf sich die AG mehrere Male, um erst einmal grundsätzlich zu erörtern, was ein Leitbild ist, wofür es gebraucht wird und ob es überhaupt Sinn hat, sich als Verein an ein solches Leitbild zu binden. Im zweiten Schritt wurden mögliche Inhalte diskutiert. Diese wurden in Untergruppen vorformuliert und schließlich alles zusammen getragen. Diese Erstschrift wiederum wurde in die einzelnen Teams unserer Projekte und Einrichtungen getragen. Dort wieder diskutiert und daraus resultierende Änderungen eingearbeitet. Am Mitarbeiter*innentag 2014 wurde das Leitbild des Stadtteilzentrums von allen anwesenden Mitarbeiter*innen unterschrieben und jeweils eine gerahmte Kopie den Teams für ihre Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Das Leitbild des Stadtteilzentrums ist im wahrsten Sinne eine Gemeinschaftsarbeit aller derzeitigen Mitarbeiter*innen, die unsere Überzeugung und unsere Haltung zu unserer Arbeit wiedergibt. Unvergessen für alle Mitarbeiter*innen aus dieser Zeit bleibt dieser Mitarbeiter*innentag auch, weil das Thema des Tages „Kochen“ war. Alle Mitarbeiter*innen wurden in Teams eingeteilt. Jedes Team bekam die gleiche Grundausstattung an Lebensmitteln und Zutaten. Dann wurden die Gruppen auf die Küchen der Einrichtungen des Stadtteilzentrums verteilt und kochten gemeinsam. Später trafen sich alle wieder zu einem gemeinsamen Abschluss und Essen im KiJuNa.

Der Jahreswechsel 2014/2015 brachte eine große Veränderung in der gesamten Arbeit des Vereins. Kurz vor Weihnachten wurde die Sporthalle in der Lippstetter Straße zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. Der Senat stellte Betten und Equipment zur Verfügung, sonst fehlte es an allem. Die Menschen, die hier ankamen hatten, nichts. Die Geschäftsführung des Vereins rief über alle verfügbaren Kanäle, ob geschäftlich oder privat, zu Spenden auf. In der Folge erlebten alle Mitarbeiter*innen und ehrenamtlich Helfer*innen eine unglaubliche Spendenbereitschaft und teils erschöpfende Arbeit. Die Spenden mussten sortiert, transportiert, gerecht und sinnvoll verteilt werden. Hier wurde über die Feiertage uneigennützig gearbeitet und die Not der ankommenden Menschen in den Vordergrund gestellt. Es war der Beginn der Flüchtlings- und Integrationsarbeit des Stadtteilzentrums.

2013

In Kooperation mit FAMOS e.V. Berlin wurde im Januar die Eröffnung des Familienstützpunktes Lankwitz gefeiert. Hier sollten Familien Beratung und Unterstützung in allen Lebensbereichen finden, insbesondere in Erziehungsangelegenheiten und rechtlichen Fragen.

Im März gründete sich der Runde Tisch im Gutshaus Lichterfelde. Ab 2014 war auch dieser Runde Tisch im Präventionsbeirat Steglitz-Zehlendorf offiziell vertreten. 2015 wurde er in „Runder Tisch Lichterfelde-West“ umbenannt. Damit sollte die Unabhängigkeit vom Standort Gutshaus Lichterfelde deutlich werden.

Ende April 2013 fand der Mitarbeiter*innen-Tag „Tour de SzS“ statt. Das Stadtteilzentrum war in den letzten Jahren immer größer geworden. Damit die Mitarbeiter*innen einmal Gelegenheit hatten, andere Einrichtungen und Projekte des Trägers kennenzulernen, wurde eine Art Schnitzeljagd organisiert. Am Ende trafen sich alle im KiJuNa wieder, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Am 31. Mai 2013 ging es im KiJuNa und auf dem Scheelmarktplatz um das Thema: „Gesund aufwachsen in Lichterfelde und Lankwitz“. Unter diesem Motto veranstaltete die Planungs- und Koordinierungsstelle des Bezirks Steglitz-Zehlendorf Gesundheit 21 in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. die Gesundheitskonferenz der Region B. Die Veranstaltung fand im Rahmen des berlinweiten „Festes der Nachbarn“ statt.

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. setzte im Sommer 2013 eine Mitarbeiterin für das zukünftige „regionale Elternlots*innen-Team der Frühen Hilfen“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein. Das Stadtteilzentrum Steglitz wurde für die Koordination des Netzwerks in der Region B (Lankwitz/Lichterfelde-Süd) zuständig. Frühe Hilfen bilden lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen.

Das KiJuNa und die Kita Lichterfelder Strolche feierten im August 2013 gemeinsam mit vielen Gästen den 10. Geburtstag. Ein tolles Bühnenprogramm bot Tanzdarbietungen, eine Aufführung der Keyboard AG und verschiedene Auftritte, zahlreiche Spiel & Spaßangebote, eine Auktion der im KiJuNa gebastelten Meisterwerke und eine Tombola mit interessanten Preisen,wie zum Beispiel einem gemeinsamen Essen mit Bezirksstadträtin Frau Markl-Vieto oder einem Golfschnupperkurs beim Projektleiter des KiJuNa. Zum Abschluss stellte die Band „Jackpot“ auf der Bühne ihr Können unter Beweis und begeisterte das Publikum mit Songs aus vier Jahrzehnten Musikgeschichte. Ein Highlight des Abends war der gemeinsame Auftritt von „Jackpot“ und Mitglieder*innen der Band „Telte“.

Im Sommer feierte die EFöB der Giesensdorfer Schule ihr 5-jähriges Bestehen mit vielen Gästen. Das Team der EFöB war zu einem festen Bestandteil des Schulalltags geworden und die Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium harmonierte sehr gut. Die Eltern-Kind-Events begeisterten regelmäßig und der Monatsreport zeigte transparent die Arbeit der Erzieher*innen.

Im September wurde die dritte Version der Internetseite des Stadtteilzentrums freigeschaltet. Das erste Mal mit dem Autorensystem WordPress.

Die Zusammenarbeit mit der neu geschaffenen Sekundarschule, der 10. ISS, die sich aus der ehemaligen Friedrich-Beyer-Oberschule und der Johann-Thienemann-Oberschule zusammensetzt, fing im Schuljahr 2013/2014 gut an. So arbeiteten in der Lauenburger Straße an der 10. ISS etwa 90 Kolleg*innen täglich mit über 700 Schüler*innen. Das Stadtteilzentrum war mit dem Team der Ergänzenden Förderung und Betreuung sehr stark am Prozess beteiligt.

Zum Beginn des Kitajahres am 1. August betraten die ersten 30 von zukünftig 90 Kindern die neue Kita Lankwitzer Maltinis. Rund 625.000 € hat der Umbau eines ehemaligen Einkaufsmarktes in der Malteserstraße 120 in Berlin-Lankwitz zu einer Kindertagesstätte mit 90 Plätzen gekostet. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Kitaausbauprogramms des Landes Berlin und aus Eigenmitteln des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Am Freitag, den 20. September 2013 wurde diese neue Einrichtung in Anwesenheit der Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Frau Sigrid Klebba sowie dem Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und der Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau, Frau Christa Markl-Vieto, und von weiteren Vertreter*innen aus Bezirkspolitik und Verwaltung auch offiziell und im feierlichen Rahmen ihrer Bestimmung übergeben.

2012

In der Silvesternacht 2012 kam über Facebook die Nachricht, dass das KiJuNa gebrannt hatte und der Schaden immens war. Am 1. Januar verbreitete sich mittags – auch über Facebook – der Aufruf zur Hilfe. Die ersten Aufräumarbeiten mussten gemacht werden, nicht zuletzt, um das Gebäude wieder zu sichern. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich um die 30 Personen ein, die helfen wollten und so war am ersten Tag des Jahres gemeinsames Aus- und Aufräumen angesagt.

„Karacho!“ konnte am 19.6.2012, also am letzten Schultag vor den Sommerferien, seine Preise beim contact Award 2012 entgegen nehmen. Die Rockband der Giesensdorfer Schule hatte sich mit dem Projekt „Recording“ mit zwei selbst produzierten Songs beim contact Award „Music Works On“ beworben. Nach einigen Auftritten von jungen talentierten Musiker*innen aus der Region und darüber hinaus, fand in den Räumen des Kinder- und Jugendbetreuungshauses (KBH) im Ramsteinweg die Preisverleihung statt. Karacho hatte zwei Gitarrensets im Wert von je 1000.- Euro gewonnen! Spontan gab die Band zwei Songs Live zum Besten. Es war eine tolle
Stimmung an diesem Nachmittag, auch dank der freundlichen Mitarbeiter*innen vor Ort.

In den Kitas Schlosskobolde und Lichterfelder Strolche standen 2012 die Spielplätze im Mittelpunkt. Während die Lichterfelder Strolche einen kleinen Spielplatz für die jüngsten Kinder ab dem ersten Lebensjahr, mit Nestschaukel, Trampolin und Miniklettergerüst einschließlich Buddelkiste einweihen konnten, wurde der Spielplatz bei den Schlosskobolden unter Mithilfe der Eltern, vor allem starker Väter, mit Baumstämmen und Rundhölzern gestaltet.

Im Dezember 2012 unterschrieben der jungundjetzt e.V. und das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. einen Kooperationsvertrag, um künftig gemeinsam im Sinne effektiver Jugendhilfe zu agieren. Beide Vereine blickten auf eine lange Geschichte zurück und wollten Kräfte bündeln, Fachkompetenzen zusammenlegen und gemeinsame Aufgaben im Bereich der Jugendhilfe stärken.

2011

Die Schulband der Giesendorfer Schule „Karacho“ spielte mit Kindern der 3. und 4. Klassen am Samstag 19. März 2011 ein Konzert im Rahmen des Klangmusikfestivals „Musikalische Klangwelten“ im FEZ. Auch weiterhin ist 2011 ein sehr musikalisches Jahr für die Schüler*innenband: Im März fand die Projektwoche „Musik bewegt weiter“ und Teilnahme am Workshop „Und ab in die Band“, ebenfalls von der Landesmusikakademie und dem FEZ organisiert, statt. Im Juni spielte Karacho im Gutshaus Lichterfelde, zur Ehrung der Notinsel Beteiligten. Die musikalische Begleitung des Musicals „Vampir Winnie Wackelzahn“ im Rahmen der Einschulungsfeier der 1. Klassen fand im August 2011 statt und im September die Beteiligung auf dem Open-Air-Festival in der Ludwig-Bechstein-Grundschule.

Baumann & Friends rockten den Kieztreff am Freitag, den 25. März 2011. Das Stadtteilzentrum lud zu einem Abend voller Musik in den Kieztreff ein.

Bunt und respektvoll – Ein breites Bündnis aus Steglitz-Zehlendorf hatte am 4. März zum Protest für eine weltoffene und tolerante Stadt, gegen Rassismus, Hetze und Nationalismus aufgerufen. Anlass dazu war, dass „Pro Deutschland“ im Rathaus Zehlendorf tagen sollte. So riefen die Stadtteilzentren Steglitz und Mittelhof, Schüler- und Kirchenvertreter, Gewerbetreibende am Teltower Damm, Gewerkschafter, Integrationsvereine, Künstler*innen sowie die Parteien, die Bezirksverordnetenversammlung und der Bezirksbürgermeister zur Teilnahme an der friedlichen Versammlung auf.

Durch den Umbau ehemaliger Räume des Jugendbereiches im KiJuNa – Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum, konnten im Frühjahr die Kitaplätze bei den Lichterfelder Strolchen von 45 auf 67 erhöht werden.
 
Insgesamt war 2011 ein Jahr von vielen und großen Festen: Am 10. Juni fand ein Benefizkonzert zu Gunsten des Fitnessparcours im Schlosspark Lichterfelde statt. Am 18. Juni wurden Kinder aus den Einrichtungen des Stadtteilzentrums auf der Notinselparty für ihr Engagement zugunsten der Notinseln im Bezirk vom Schirmherrn Norbert Kopp im Gutshaus Lichterfelde geehrt. 

„40 Jahre Thermometersiedlung“ wurde im September das wohl größte Fest in dem Jahr, das in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V., der GSW und FAMOS e.V. Berlin gefeiert wurde. Auch bei diesem Fest erfreute die Vereinsband Telte, die schon beim Open-Air-Konzert an der Ludwig-Bechstein-Schule und dem Fliegefest gespielt hatte, seine Zuhörerschaft.

2010

Anfang 2010 gründete sich die Vereinsband Telte, die im Sommer das erste Mal bei einem Mitarbeiter*innenfest spielte. Wegen des großen Zuspruchs machte die Band weiter und vervollständigte ihr Repertoire, so dass sie künftig kostenfrei für soziale Zwecke auftrat.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 nahmen zwei schulbezogene Projekte des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ihre Arbeit auf: Mit der Friedrich-Bayer-Sekundarschule und der Johann-Thienemann-Sekundarschule kooperierte der Verein bei der Umsetzung des neuen Schulkonzepts. Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. war für die ergänzende pädagogische Betreuung der Oberschüler*innen verantwortlich.

Im Spätsommer wurde in den Kitas, den Schlosskobolden und den Lichterfelder Strolchen, je eine neue Gruppe für Kinder ab dem ersten Lebensjahr mit bis zu zehn Plätzen eröffnet. Mit diesen „Mini-Gruppen“ hatten sich beide Einrichtungen um zehn Plätze vergrößert.

Im Oktober 2010 spielte „Karacho“, die neugegründete Band-AG der Giesensdorfer Schule ihr erstes kleines Matinée Konzert um 12.00 Uhr in der Regenhalle der Giesensdorfer Schule. Es wurde das erste einer langen Reihe von Konzerten, einer Band, die sich durch die Schuljahre immer wieder neu besetzte und ergänzte.

Im September 2010 veranstaltete der Verein ein großes Stadtteilfest im Schlosspark. Mit Informationsständen, Bastel- und Spielangeboten für Kinder, Flohmarktständen und natürlich verschiedenen kulinarischen Angeboten konnten sich die Gäste bei bestem Wetter im Park beschäftigen. Auch Telte spielte sich mit verschiedenen Liedern in die Herzen der Zuhörer*innen genauso wie die kleinen Tänzerinnen der Tanzgruppen von Ania aus dem KiJuNa. Solche Feste sind immer wieder eine willkommene Gelegenheit, den Verein und sein mittlerweile sehr großes Spektrum in der Nachbarschaft vorzustellen.

Am 3. Dezember 2010 wurde das 15-jährige Bestehen im Rotter Sportcasino gefeiert, wobei das korrekte Datum der 30. November gewesen wäre. In aller Heimlichkeit hatte eine große Gruppe von Mitarbeiter*innen die Vereinsgeschichte anhand eines Märchens geschrieben, geprobt und schließlich vor dem gesamten Publikum aufgeführt. Ein großer Spaß für alle und eine große Überraschung für die Geschäftsführung, die nichts davon ahnte. Auch hier kamen alle wieder in den Genuss der Musik von Telte und es wurde bis spät in die Nacht hinein gefeiert.

2009

Der im Jahr 2009 auslaufende Nutzungsvertrag für das Gutshaus Lichterfelde konnte um weitere zehn Jahre verlängert – und damit die Arbeit des Nachbarschaftszentrums und der Kita im Haus weiter gesichert werden.

Ein weiteres Kooperationsprojekt mit der GSW startete im Mai 2009: Im Bereich Lichterfelde-Süd wurde das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. für die Umsetzung des Konzeptes „CityVillage“ zuständig. Seither organisierte der Verein eine Vielzahl von Angeboten für die Bewohner*innen der Gegend „rund um den Woltmannweg“, die zu einer spürbaren Verbesserung der Freizeitqualität im Wohngebiet beitragen sollten. Zudem sollten Anwohner*innen eine*n Ansprechpartner*in und Beteiligungsmöglichkeiten im Freizeitbereich bekommen. Anwohner*innen sollten sich durch gemeinsame Interessen vernetzen und so zu gelebter Nachbarschaft beitragen.

Seit Sommer 2009 wurde das pädagogische Angebot des Hortes an der Giesensdorfer Schule durch Schulsozialarbeit, der Schuloase an der Giesensdorfer Schule, ergänzt. Die Stiftung SPI finanziert hier eine Sozialarbeiter*innenstelle. Beide Projekte des Stadtteilzentrum Steglitz e.V., Hort und Schulsozialarbeit, an diesem Standort ergänzten sich hervorragend.

Die .garage berlin war 2009 ein überregional anerkanntes Projekt zur Begleitung und Unterstützung von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit geworden. Im Herbst 2009 wurde die „.garage berlin GmbH“ aus dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ausgegründet.

Im Dezember 2009 startete die ergänzende Förderung und Betreuung an der Peter-Frankenfeld-Schule. An dieser Schule betreuten pädagogische Mitarbeiter*innen des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. derzeit 11 Kinder- und Jugendliche mit Handicap. 

2008

Am 14. Juni startet ein neues Projekt des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße: das Kinderrestaurant Lichterfelde – kurz „KiReLi“. Das KiReLi war ein Kooperationsprojekt des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und der Berliner Tafel e.V. und wurde im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße in Lichterfelde-Süd eröffnet. Es war das erste seiner Art im Bezirk Steglitz-Zehendorf und das vierte in ganz Berlin. Unter dem Motto „Gesundes Essen und Begegnung“ wurde das KiReLi im Rahmen des großen Sommerfestes der „Osdorfer“ offiziell eröffnet. Es folgte dem Beispiel der anderen Kinder- und Jugendrestaurants der Berliner Tafel e.V. und bietet bis heute ein Drei-Gänge-Menü plus Getränk, wahlweise vegetarisch oder mit Fleisch, für einen Euro an. So soll sichergestellt werden, dass sich jedes Kind täglich ein gesundes warmes Essen leisten kann.

Am 1. August 2008 wurde ebenfalls im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum das „Klamöttchen“, eine Kleiderkammer für Kinder eröffnet. Gute Kinderkleidung und Spielzeug aus Spenden konnten seither für kleines Geld von bedürftigen Kindern bzw. Familien erworben oder auch getauscht werden.

Der Hort an der Giesensdorfer-Grundschule gehörte seit dem Sommer 2008 zum Stadtteilzentrum. Die Erzieher*innen des Stadtteilzentrums waren schnell „eine feste Größe“ im Schulalltag. Lehrkräfte und Erzieher*innen unterstützen, begleiten und arbeiteten Hand in Hand. Frühbetreuung, VHG und Hort für etwa 70 Kinder von 6 – 18 Uhr führen durch den Schulalltag.

Der Standort Nachbarschaftstreff Lüdeckestraße und das Internetcafé Lüdeckestraße 3 wurde 2008 geschlossen.

Im September 2008 wurde die Stadtteilzeitung auf das Halbrheinisches Format: Doppelseite max. 485 x 327 mm, umgestellt und fortan bei BVZ Berliner Zeitungsdruck im 4-Farbdruck gedruckt. Dadurch ergaben sich gestalterisch ganz neue Möglichkeiten und die Nachrichten wurden bunt.

2007

Am 31. Januar 2007 tagte zum fünfzigsten Mal die Stadtteilkonferenz in Lankwitz. Im Mehrzweckraum der Ludwig-Bechstein-Grundschule fanden sich neben den vielen Akteur*innen aus dem Kiez auch der damals stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf Uwe Stäglin (SPD), die Stadträtin für Bildung, Kultur und Bürgerdienste Frau Richter-Kotowski (CDU) sowie der Bundestagsabgeordnete Klaus Uwe Benneter (SPD) ein. In den Ansprachen wurde die Arbeit der Stadtteilkonferenz gewürdigt. Seit 1997 trafen sich Vertreter*innen von Vereinen, Initiativen, Kirche, Schulen, Polizei, Wohnungsbaugesellschaft und Bezirksamt regelmäßig, um zusammen mit Bürger*innen über gemeinsame Lösungen für Probleme im Kiez zu diskutieren. Vor allem die Belß-/Lüdeckesiedlung stand lange im Fokus, aber auch die Bereiche „Lankwitz-Kirche“ oder Leonorenstrasse. Größter Erfolg der Stadtteilkonferenz war die Umwandlung des ehemaligen Luftschutzbunkers auf dem FU-Gelände an der Malteserstrasse zum JugendKulturBunker. Auch an der Entstehung des Steglitzer Präventionsbeirates hatte die Stadtteilkonferenz großen Anteil.

In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Network“ im Verband für sozial-kulturelle Arbeit wurde am 27. April 2007 die Internetwerkstatt „Netti 2.0“ am Hindenburgdamm 85 eröffnet. Die zahlreichen Angebote zur Förderung der Medienkompetenz richteten sich an Menschen aller Altersgruppen – Kinder und Jugendliche, und natürlich auch alle anderen Nachbar*innen sowie Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit. Diese Einrichtung konnte für Kommunikation in die weite Welt des Internets genutzt werden: chatten, surfen, für Hausaufgaben recherchieren. Zudem wurden weitere Möglichkeiten der neuen Medien vermittelt, wie z.B. Bildbearbeitung, Erstellen einer eigenen Homepage oder eigener Webradiosendungen. Durch großzügige Unterstützung der Firmen COM.BOX und GILG-Computer konnten die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen werden.

Im Mai begann das zweite Steglitzer OUTREACH-Team seine Arbeit. Seit 1997 in Lankwitz aktiv, 1999 im JugendKulturBunker, starteten die Streetworker nun auch in Lichterfelde-Süd ein neues Angebot mobiler Jugendarbeit. Möglich wurde dieses Angebot, nachdem die Wohnungsbaugesellschaft GSW zugesagt hatte, einen Großteil der Kosten des Projektes zu übernehmen. Mobile und sozialräumlich orientierte Jugendarbeit ist ein Konzept, das unterschiedliche Ansätze und Methoden in der Jugendarbeit miteinander verknüpfte, und damit zu einem neuen und eigenständigen Ansatz der Jugendarbeit in Berlin beitrug.

OUTREACH ist ein Projekt innerhalb des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit e.V., Landesgruppe Berlin, dem Dachverband der Berliner Nachbarschaftsheime und Stadtteilzentren. Es sucht Jugendliche an ihren Treffpunkten im Kiez auf, lernt die Lebenswelt der Jugendlichen hautnah kennen und erlebt somit direkt das Verhalten der Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Vorrangiges Anliegen der Arbeit mit Cliquen, Gruppen und Gangs ist es, die von Jugendlichen beanspruchten öffentlichen Räume mit sozialverträglichen Maßnahmen zu sichern bzw. neu zu erschließen. Zu der Zeit existierte das Projekt Outreach in neun Berliner Bezirken.

Die Geschäftsstelle des Stadtteilzentrums musste im August erneut umziehen. Dieses Mal ging es an den Ostpreußendamm 159. Eine zweistöckige Jugendstilvilla wurde das neue Domizil der Verwaltung. Das Dachgeschoss des Gutshaus Lichterfelde wurde für die wachsende Kita Schlosskobolde gebraucht und vollständig umgebaut.

2006

Initiiert von der „Berliner Tafel“ und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wurden berlinweit in über 30 Ausgabestellen Lebensmittel an Bedürftige eingerichtet.

In Lichterfelde-Süd wurde am 3. Januar 2006 eine neue Ausgabestelle in der Celsiusstraße 60/62 in Lichterfelde-Süd eröffnet. In der Thermometer-Siedlung wurde das Projekt „Laib und Seele“ gemeinsam von der Berliner Tafel, der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. durchgeführt. Die Wohnungsbaugesellschaft GSW beteiligte sich an dem Projekt, indem sie einen leerstehenden Raum für die Ausgabe der Lebensmittel zur Verfügung stellte. Über 25 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen sorgten jeden Dienstag zwischen 15.00 und 16.00 Uhr für den reibungslosen Ablauf der Lebensmittelausgabe. Später zieht die Ausgabestelle in das Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße um.

Am 4. Juni 2006 startete die erste Gruppe im Existenzgründerprojekt des Stadtteilzentrums „.garage Berlin“. Die .garage Berlin war ein Inkubator (ein Start-up-Brutkasten) für Menschen, die sich mit einer Geschäftsidee selbstständig machen wollten. Das Konzept wurde seit 1999 erfolgreich in Hamburg, Kiel und der Lausitz umgesetzt. In Gruppen von jeweils bis zu 15 Gründer*innen arbeiteten diese gleichzeitig daran, ihre Idee von der eigenen Firma oder Freiberuflichkeit umzusetzen. Die Teilnehmer*innen standen im Arbeitslosengeld II Bezug und hatten den Wunsch, ihre berufliche Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen. Sie hatten sechs Monate Zeit mit Unterstützung der .garage Berlin ihre Idee umzusetzen. Die Gründer*innen arbeiteten in einem großen Co-Working Raum, ausgestattet mit Computerschreibtischen und kompletter Büroausstattung. Gründungsberater*innen verschiedenster Fachrichtungen (z.B. Finanzen, Marketing …) unterstützten und coachten in Einzelberatung, Seminaren oder Trainings. Die offene Informationsveranstaltung jeden Mittwoch um 13 Uhr wurde für viele Jahre ein fester Termin für alle im Projekt mitarbeitenden.

Im Oktober 2006 eröffnete das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. das „Seniorenzentrum Scheelestraße“. Die ehemals bezirkliche Seniorenfreizeitstätte wurde in enger Kooperation mit der Wohnungsbausgesellschaft GSW (ab 2013 Deutsche Wohnen) betrieben. Das Programm der Einrichtung sollte die verschiedenen Wünsche und Möglichkeiten der Seniorenwohnhäuser und Senioren der Nachbarschaft aufnehmen. Lebenslanges Lernen, generationsübergreifende Begegnung, Kultur und Kreativität neben verschiedensten Freizeitaktivitäten sollte hier stattfinden.

2005

Die Mini-Memlinge standen seit dem 1. April 2005 unter Trägerschaft des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Das Projekt gehörte vorher zum Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und wurde vor etwa 30 Jahren als einer der zahlreichen Miniclubs in Berlin ins Leben gerufen. Drei Stunden, von 9 – 12 Uhr, an fünf Tagen konnten die Kinder im Alter von 2,5 – 5 Jahren betreut werden. Die Mini-Memlinge und der Schülerclub Memlinge arbeiteten über vielen Schnittstellen gemeinsam, sozusagen als großes Team.

Die Verantwortung der Ganztagsbetreuung ging auf die Schulen über und in ganz Berlin wurde die „Verlässliche Halbtagsgrundschule“ – VHG – eingeführt. Das Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) des Landes Berlin trat am 1. August 2005 in Kraft und regelte die Kindertagesbetreuung in Berlin neu. Die bisherige Hortbetreuung von Kindern im Grundschulalter wurde an die Schulen überführt. Wurde die Hortbetreuung nicht als schulisches Angebot von den Schulen selbst durchgeführt, konnte eine Bereitstellung von Betreuungsplätzen durch Träger der freien Jugendhilfe erfolgen. Durch die Gesetzesänderung erhofften sich alle Beteiligten, dass durch die enge Verzahnung von Schule und Jugendhilfe eine gute, pädagogisch wertvolle Betreuung der Schüler*innen sichergestellt wurde.

Das Stadtteilzentrum arbeitet künftig mit zwei Grundschulen zusammen. An der Ludwig-Bechstein-Grundschule konnte man sich bereits auf eine zweijährige Zusammenarbeit stützen. Am Anfang stand die Kooperation mit der Grundschule am Insulaner, die im Sommer 2005 begann. Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. war für die ergänzende Förderung und Betreuung – im Volksmund: „Hort“ – verantwortlich. Seither wurden von den Erzieher*innen des Stadtteilzentrums täglich rund 200 Kinder an dieser Schule betreut. In den ersten Jahren hieß die Einrichtung Hort „Antares“ an der offenen Ganztagsgrundschule am Insulaner, später „die Happylaner“.

Im November 2005 feierte der Verein seinen zehnten Geburtstag im Restaurant Michl’s in der Knesebeckstraße.

Mit Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform Ende 2004 änderten sich auch die Bedingungen und Angebote im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. im Bereich „Beschäftigung und Qualifizierung“. Ging es in der Vergangenheit um die Integration von arbeitslosen Sozialhilfeempfängern in den Arbeitsmarkt, änderten sich die Schwerpunkte seit Anfang 2005 deutlich. Das IdA-Projekt endete. Ab dann wurden sogenannte MAE-Projekte durchgeführt. In deren Rahmen wurden gemeinnützige und zusätzliche Tätigkeiten für soziale Projekte ausgeführt. Mehrere, später fest angestellte Mitarbeiter*innen fanden über das MAE-Projekt ihren Weg zum Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

2004

Das Jahr 2004 war ein weitgehend ruhiges Jahr, in dem insbesondere die Angebote des Vereins gefestigt und ausgebaut wurden. Das Angebot an Gruppen und Kursen wurde für die unterschiedlichen Altersgruppen vielfältig. Im Bereich der Kinder und Jugendlichen reicht die Angebotspalette nun von PEKiP-Kursen für die ganz Kleinen, über Hip-Hop-Gruppen, tänzerische Früherziehung sowie Tanzgruppen für ältere Kinder bis hin zu Kinderdisco und den Möglichkeiten, Theater selbst zu spielen oder Theaterstücke zu besuchen. Aber auch Basteln, Kochen, Spiele-Gruppen, Videofilmen, PC-Lernkurse, Billard- und Kickertraining, Zauberschule, Comiczeichnen wurden geboten. Kaum etwas fehlte, was Kinder und Jugendliche interessieren könnte. Es wurde viel probiert, so fand auch ein Kurs mit dem Namen „Stil und Etikette – ätzende Heuchelei oder cooler Wahnsinn“ statt. Ferienprogramme wurden zu Ostern, im Sommer und im Herbst angeboten. Familien- und Erwachsenen-Themen waren ebenso breit gefächert. Von der Beratung für Eltern und Alleinerziehende in Kooperation mit dem Bezirksamt bis zu Gedächtnistraining oder Körperenergiearbeit. Walking, Schreibwerkstatt, Single-Frühstück oder Flamenco … alles war denkbar, wo gemeinsame Interessen aufeinandertrafen. Spezielle Frauen- oder Seniorenangebote, Sprachen, Kulturelles und Beratungen in verschiedenster Form – persönlich oder rechtlich. Der Verein und seine Angebote verankerten sich immer mehr im Bezirk. Die gesamte Angebotspalette zeigte sich insbesondere in den halbjährlich erscheinenden Programmheften. Netzwerkarbeit wurde in der Zeit großgeschrieben und Kooperationen gefördert, wo sie für die soziale Arbeit sinnvoll sind.

Im Januar 2004 ergab sich eine Veränderung in der Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle. Die Zehlendorfer Kontaktstelle des Mittelhofes weitete ihre Arbeit auf den gesamten Großbezirk Steglitz-Zehlendorf aus. Dies, weil die Kontaktstelle in Steglitz aufgrund von etatbedingten Strukturentscheidungen (in jedem Berliner Fusionsbezirk wurde künftig nur noch eine Kontaktstelle vom Senat gefördert) ihre Tätigkeit einstellen musste. Dennoch wurde alles getan, damit die Teilnehmer*innen der Selbsthilfeangebote nicht zu sehr unter der Umstrukturierung leiden mussten. Alle Gruppen fanden am gleichen Ort wie bisher statt und auch die Ansprechpartner kamen tageweise in die gewohnten Einrichtungen.

Das „Alte Waschhaus“ wurde ab 2004 in Kooperation des Stadtteilzentrums und FAMOS Berlin e.V. betrieben. Die Kombination von Stadtteilarbeit und Familiensozialarbeit bot beste Möglichkeiten für eine bedarfsorientierte Programmplanung unter Einbeziehung der Nachbarschaft. Über einen Aufruf wurden die Anwohner*innen um Namensvorschläge gebeten. Seither heißt die Einrichtung „Kieztreff.“
 
Ein Highlight war in diesem Jahr das große „Fest der Kulturen“ am 4. September. Es wurde in den Räumen und auf dem Gelände des Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrums Osdorfer Straße und dem daneben gelegenen Scheelemarktplatz gefeiert. Veranstalter waren das Stadtteilzentrum und die Geschäftsstelle Steglitz-Zehlendorf-Süd der Wohnungsbaugesellschaft GSW. Mit diesem Fest sollte für das respektvolle und solidarische Miteinander der verschiedenen Kulturen in Lichterfelde-Süd geworben werden. Musik, Theater, Tanzvorführungen, Spiel und Spaß und vielfältigste kulinarische Verlockungen konnten geboten werden. Der Radiomoderaor Thomas Uhlemann vom Sender Antenne Brandenburg führte durch das Programm. Und auch die „Aktion Mensch“ beteiligte sich an dem Fest durch die Austragung des bundesweiten Straßenfußballturniers „cool down – kick off! – Straßenfußball für Toleranz“. Ein großes Feuerwerk bildete den Abschluss zu diesem großen Fest, von dem in der Nachbarschaft noch lange gesprochen wurde.

2003

Von Januar bis März 2003 boten drei Studentinnen der Medienakademie Cimdata dem Verein ihre zweimonatige unentgeltliche Mitarbeit an. In dieser Zeit bekam das Stadtteilzentrum ein neues eigenes Logo, eigens gestaltete Geschäftspapiere, eine neue Internetseite und ein neues Programmheft. Ab April 2003 wurde die Stadtteilzeitung Steglitz-Zehlendorf, als Nachfolger des im August 2002 eingestellten „Nachbarschaftsboten“ veröffentlicht. Von nun an in neuer, zweifarbiger Gestaltung mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren verlegt und wurde kostenfrei im Bezirk verteilt. Sie erschien fortan zehn Mal im Jahr. Die redaktionelle Leitung wurde durch den Projektleiter des Nachbarschaftstreffpunktes Lüdeckestraße 5 geleistet, der mit der Zeit ein konstantes ehrenamtliches Redaktionsteam aufbaute.

2003 wurden dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. 230.000,- Euro aus dem Umweltentlastungsprogramm des Landes Berlin (UEP) für Energiesparmaßnahmen im Gutshaus Lichterfelde und für die Neugestaltung des Kita-Spielplatzes auf dem Grundstück des Gutshauses bewilligt. Von diesen Mitteln wurden der Einbau einer umweltfreundlichen und kostengünstigen Heizungsanlage im Gutshaus und diverse Energiesparmaßnahmen finanziert. Der kitaeigene Spielplatz hinter dem Gutshaus wurde unter ökologischen Aspekten umgestaltet. Vorgesehen war der Einsatz von ökopädagogisch wertvollen Spielgeräten und die Nutzung von Regenwasser zu Spielzwecken – kurzum: Es entstand eine naturnah gestaltete Spiellandschaft. Die Arbeiten wurden im Frühsommer 2003 begonnen und zum Herbst abgeschlossen.

Im Juni 2003 wurde im und hinter dem Gutshaus Lichterfelde ein großes Sommerfest unter dem Motto „Land und Leute“ gefeiert. Der Nachbarschaftsbereich und die Kita Schlosskobolde hatten eingeladen und wurden mit sehr zahlreichen Besucher*innen belohnt. Bei strahlendem Sonnenschein fand ein bunter Nachmittag für alle Generationen statt. Neben vielen anderen Angeboten waren auch der Ventus e.V. – „Sinnliche Wahrnehmung von Natur und Kultur“ und das private Museum für Tierkunde beteiligt.

Am 1. August 2003 trat ein Kooperationsvertrag mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf in Kraft, in dem vereinbart wurde, dass das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. das bis dahin bezirkliche „Jugendfreizeitheim Osdorfer Straße“ zu einem gemeinwesenorientierten Kinder- Jugend- und Nachbarschaftszentrum weiterentwickeln sollte. Vier Mitarbeiter*innen des Bezirksamtes, die auch bis dahin für die Jugendarbeit zuständig waren, führten ihre Arbeit weiter fort. Das Haus sollte Gruppen und Aktivitäten aus der Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Mutter-Kind-Gruppen, PEKiP, Infoveranstaltungen zu Erziehungsfragen, kostenlose Beratungsangebote und Serviceleistungen, Kulturveranstaltungen, Lesungen, Konzerte und vieles andere wurde angedacht und geplant.

Das Haus ist heute unter dem Namen KiJuNa – Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum – eine wichtige Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien, mit einem offenen Kinder- und Jugendbereich, einer Kindertagesstätte, dem Kinderrestaurant „KireLi“, ursprünglich dem „Klamöttchen“ und einem Schülerclub. Das Klamöttchen ist mittlerweile in die Celsiusstraße umgezogen. Außerdem fand im Haus viele Jahre einmal wöchentlich die Lebensmittelausgabe „Laib & Seele“ der Berliner Tafel statt. Im November 2003 wurde die Kita Lichterfelder Strolche in der ersten Etage des Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrums Osdorfer Straße eröffnet. Anfangs 30 Kinder wurden nach dem „offenen Ansatz“ betreut, da die großzügigen Räumlichkeiten und das weitläufige Außengelände optimale Voraussetzungen dafür bieten. Heute werden dort bis zu 67 Kinder betreut.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004, am 18. August, eröffnete das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. einen Schulhort für 40 Kinder an der Ludwig-Bechstein-Grundschule in Lankwitz. Nach Schulschluss gingen die Kinder über den Schulhof in den Pa­vil­lon, in dem neben dem Hort auch die Schulstation untergebracht war. Den Hortkindern standen zwei große Räume zur Verfügung, in denen gegessen, erzählt, entspannt, gelesen, gebaut, gespielt, getobt und gelacht wurde. Das weitläufige Gelände des Schulhofes eröffnete viele Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten durch Klettergerüst und angrenzenden Sportplatz. Ein Erzieher*innen-Team kümmerte sich nach Schulschluss um das Wohlbefinden der Kinder.

2002

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. wird Träger des „Kinder- und Jugendhauses Immenweg“. Damit hat das Team der „Alten Eisbahn“ endlich wieder ein festes Domizil. Schnell wird die „Imme“ zu einer wichtigen und geschätzten Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aus Steglitz-Mitte und Südende. Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 startet das erste Projekt der schulbezogenen Sozialarbeit des Vereins: Die Schulstation an der Ludwig-Bechstein-Grundschule öffnet ihre Pforten. Im Herbst des gleichen Jahres übernimmt der Verein die Trägerschaft für den Schülerclub „Memlinge“ in der Jugendfreizeiteinrichtung „Albrecht Dürer“. Seither werden hier – in Kooperation mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf – bis zu 40 Schulkinder in ihrer Freizeit betreut.

2001 – 2002

Im Jahr 2001 änderte der Verein seinen Namen: Aus dem Nachbarschaftsverein Lankwitz wurde der gemeinnützige Verein „Stadtteilzentrum Steglitz e.V.“. Damit sollte der Entwicklung des Vereins Rechnung getragen werden, denn längst war der Verein in allen Ortsteilen des Bezirks Steglitz angekommen.

Die Kita Schlosskobolde kooperierte ab Oktober 2001 mit dem TuSLi – Turn- und Sportverein Lichterfelde. Einmal wöchentlich stand ein Übungsleiter des TuSLi den Kitakindern zur Verfügung.

Eine von 18 Selbsthilfe-Kontaktstellen in Berlin stand unter Trägerschaft des Stadtteilzentrum Steglitz. Hier fanden Hilfesuchende Selbsthilfeunterstützung basierend auf Eigeninitiative. Sie bekamen Orientierungshilfe und auch die Gesundheitsförderung war ein wichtiger Themenkomplex. Einzelberatung, Vermittlung in Selbsthilfegruppen, Unterstützung bei der Gründung von Selbsthilfegruppen, Vermittlung von Fachleuten, Räumen, Fachvorträgen … die Bandbreite des Angebots und der Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle war groß. In den Anfängen fand sie im Gutshaus Lichterfelde, später im Alten Waschhaus und im Seniorenbüro des Haus Leonore an wechselnden Tagen statt.

Mit Beginn des Jahres 2002 fand Kinder- und Jugendarbeit des Stadtteilzentrums „Kids im Kalle“ mit Hilfe des Steglitz-Zehlendorfer Jugendamtes unter anderem im Jugend-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum „Karl Fischer“, auch bekannt unter dem Namen „Stadtteilcafé Kalle“ in der Jeverstraße 9 statt. Das derzeit heimatlose Ex-Team der Alten Eisbahn machte dort Angebote für sogenannte Lückekinder von ca. 6 – 12 Jahren. Ein kleines Mittagessen, Hausaufgabenunterstützung, Spieleangebote und vieles mehr konnten tageweise von den Eltern für ihre Kinder gebucht und bis 18 Uhr genutzt werden.

Das Angebot „Kids im Kalle“ bestand jedoch nicht lange, da das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. Träger des „Kinder- und Jugendhauses Immenweg“ wurde. Damit hatte das Team der „Alten Eisbahn“, das im Juli 2002 in das neu fertiggestellte Gebäude einziehen durfte, endlich wieder ein festes Domizil. Das neue Haus, auf dem Gelände des Oberstufenzentrums gegenüber der Sporthalle gelegen, bot Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der näheren Umgebung vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Auf über 500 qm Fläche befanden sich ein offener Bereich mit Billard, Tischtennis, Kicker und Musikanlage, eine Küche, ein Disco- und Seminarraum, eine kleine Werkstatt und ein Sportraum mit Spielwand. Neben den offenen Angeboten gab es – in Kooperation mit dem Jugendamt Steglitz-Zehlendorf – die Hausaufgabenhilfe, Tanz- und Bewegungskurse, Mädchenangebote, Ferienprogramme und vieles mehr. Kurse „Rund um die Geburt“ wurden in Kooperation mit dem Nachbarschaftsheim Schöneberg angeboten. Schnell wurde die „Imme“ zu einer geschätzten Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aus Steglitz-Mitte und Südende.

Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 startete das erste Projekt der schulbezogenen Sozialarbeit des Vereins: Die Schulstation an der Ludwig-Bechstein-Grundschule öffnete ihre
Pforten im Rahmen der schulbezogenen Sozialarbeit gemäß § 13 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Gefördert durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf waren dort ein Diplom-Sozialpädagoge, eine Diplom-Sozialpädagogin und eine Erzieherin täglich von 7 – 16.30 Uhr zur Unterstützung der Schüler*innen, ihren Eltern und Lehrkräfte beschäftigt. Vorrangig ging es um sozialpädagogische Unterstützung, Förderung und Begleitung von Schulkindern, die aus unterschiedlichsten Gründen besonderer Hilfe und Aufmerksamkeit bedurften. Zu den Angeboten gehörten unter anderem „Auszeit“ während des Unterrichts, Konfliktlotsen-Ausbildung, Einzelfallarbeit, AG-Angebote, Soziales Lernen, Beratung für Eltern und Lehrkräfte. Durch einen guten Austausch zu den Mitarbeiter*innen des nahegelegenen Nachbarschaftstreffpunktes Lüdeckestraße und anderen Einrichtungen im Bezirk sollten zudem Perspektiven erarbeitet werden, die Lebensmöglichkeiten für Kinder und ihre Familien im Kiez Lankwitz-Ost nachhaltig zu verbessern.

Im Jugendfreizeitheim Albrecht-Dürer wurde im Jahr 2000 eine Schülerbetreuung für Kinder der nahe gelegenen Kronach-Grundschule durch engagierte Eltern ins Leben gerufen. Die tägliche Betreuung von etwa 30 Kindern wurde von ABM-Kräften, finanziert durch das örtliche Arbeitsamt, geleistet. Nachdem sich abzeichnete, dass das Arbeitsamt Süd-West das Projekt ab Herbst 2002 nicht mehr fördern würde, stand es kurz vor der Schließung. Wieder suchten engagierte Eltern den Kontakt zum Stadtteilzentrum Steglitz e.V., um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, das Angebot, vor allem für alleinerziehende Eltern, weiter am Leben zu erhalten. Mit Erfolg. Ende September 2002 unterzeichneten der Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf einen Vertrag über die weitere Förderung des Schülerclubs Memlinge. Im Anschluss an den Schulunterricht wurden weiterhin 30 Kinder von drei Erzieher*innen (mit jeweils einer halben Stelle) betreut und beaufsichtigt. Unterstützt wurde das Team von einer Mitarbeiterin des Jugendamtes. Die Kinder bekamen ein Mittagessen, unterstützende Hausaufgabenbetreuung sowie ein abwechslungsreiches Freizeitangebot.

2000

Der Nachbarschaftsverein verstärkte sein Engagement in den sozial problematischen Kiezregionen des Bezirks in Lankwitz-Ost und wurde Träger des „Alten Waschhauses“ in Lichterfelde-Süd. Das „Altes Waschhaus“ von der GSW als Waschhaus geplant, wurde später dem Nachbarschaftsverein Thermometersiedlung für Nachbarschaftsarbeit zur Verfügung gestellt. Zu Beginn arbeiten Nachbarschaftsverein Thermometersiedlung und Nachbarschaftsverein Lankwitz gemeinsam. Es wurden ein Nachbarschaftscafé, Gruppen und Kurse für Kinder und Erwachsene sowie eine Rechtsberatung angeboten. 

Seit September 2000 existierte ebenfalls in Kooperation mit der GSW in der Lüdeckestraße 5 in Lankwitz der Nachbarschaftstreff Lüdeckestraße 5 + 3. Schon vor Beginn waren die Räumlichkeiten von der GSW als Gemeinschaftsräume geplant. Im Nachbarschaftstreff bot das Stadtteilzentrum Rechtsberatung, Mediation, diverse Gruppen für Kinder und Erwachsene an. Anwohner*innen fanden im Nachbarschaftstreff Beratung in allen Dingen, die Gemeinwesenarbeit betreffen. Zwei Hausnummern weiter, in der Lüdeckestraße 3, entstand ein Internetcafé, in dem unter anderem auch die Teilnehmer*innen des IdA-Projektes geschult wurden. Der Internetzugang des Internetcafés und die PCs konnten von der Nachbarschaft und engagierten Gruppen nach Absprache genutzt werden. Recherchearbeiten, Bewerbungen, Beruf, Ausbildung, Stadtteilarbeit und Selbsthilfe waren hier Themen der Internetnutzung. PC-Kurse für Menschen ohne vorherige Erfahrung mit Computern wurden angeboten.

Das Verkehrssicherheitsprojekt „Theater Unterwegs“ startete im Dezember 2000 in Kooperation mit dem Wirtschaftsamt Steglitz-Zehlendorf für Grundschulen, Verkehrsschulen sowie Seniorenfreizeitstätten in den Bezirken Steglitz und Zehlendorf. Basierend auf der Erkenntnis, dass Kinder und Senioren oftmals die Gefahren des Verkehrs nicht richtig einschätzen, sorglos oder übertrieben vorsichtig, sollten die Probleme und Gefahren des verkehrstechnischen Alltags verstanden und kennengelernt werden. Theater- und Kabarettstücke wurden eigenständig erarbeitet. Die Zuschauer*innen konnten bei den Aufführungen interaktiv mit Fragen oder Antworten ständig in das Geschehen eingreifen. Innerhalb des Projektes waren vier Mitarbeiter*innen beschäftigt, drei Schauspieler*innen sowie ein Projekttechniker. 

Seit Oktober 2000 existierte im Gutshaus Lichterfelde die „Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle für älterwerdende Menschen und ihre Bezugspersonen“. Alfred Meißner, Diplom Sozialpädagoge, Ehe-, Familien- und Lebensberater und Supervisor (DGSv), bot diese Beratung viele Jahre im Seniorenbüro Leonorenstraße, Haus 1, später Gutshaus Lichterfelde an.

1999

Der Nachbarschaftsverein Lankwitz e.V. übernahm im Juni 1999 die Verantwortung für den Weiterbetrieb der Kindertagesstätte im Gutshaus Lichterfelde am Hindenburgdamm. Der bisherige Betreiber musste Konkurs anmelden und wollte die Kita innerhalb von drei Wochen schließen. Schnelles Handeln war notwendig. Eine engagierte Gruppe von betroffenen Eltern fanden den Kontakt zum Nachbarschaftsverein und bekam Hilfe. Damit verbunden war aber nicht nur die Kindertagesstätte, sondern das ganze Haus als Nachbarschaftseinrichtung. Das Gutshaus Lichterfelde, im Volksmund Carsten-Schlößchen, wurde 1780 von Anton Wilhelm Carstenn erbaut. Seit 1924 ist die Stadt Berlin im Besitz des Hauses. Nach 1948 verhinderte der Verein Nachtbarschaftsheim Steglitz als Nutzer den Abriss. 1953 erfolgte die Instandsetzung und Restaurierung des Gebäudes mit Hilfe des Landeskonservators.

Die Größe des Gebäudes und das weitläufige Außengelände mit angrenzendem Schlosspark ermöglichte ganz neue Dimensionen für die nachbarschafts-, generationsübergreifende und gemeinwesenorientierte Arbeit. Abgesichert durch einen Pachtvertrag über 10 Jahre, entwickelte der Verein den Standort in den folgenden Jahren weiter zu einem lebendigen Nachbarschaftszentrum, das weit über den Kiez hinaus Besucher*innen und Kitakinder (und ihre Eltern) anzog. In der Angebotspalette fanden und finden sich Service und Infobüro, Nachbarschaftcafé, Soziale Beratung, Rechtsberatung, Kulturveranstaltungen, Gruppen, Kurse.

Die Kita gab sich den Namen „Kita Schlosskobolde“. Ihre Räume befinden sich in der ersten und zweiten Etage des Gebäudes. 55 Kinder in vier Gruppen mit je 13 – 14 Kindern und einer Altersmischung von 1,5 – 6 Jahren können hier betreut werden. Die vier Gruppen tragen die Namen Elch-, Käfer-, Löwen- und Mäusegruppe. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Orientierung an den Grundbedürfnissen der Kinder nach Bewegung, eine erlebnisreiche Umwelt, entdeckendes Lernen, kreativer Entfaltung und dem Bedürfnis nach Geborgenheit, Sicherheit und Bildung.

Ebenfalls im Juni 1999 verlegte der Verein seine Geschäftsstelle vom Halbauer Weg ins Dach des Gutshauses Lichterfelde. Durch die Aufnahme in den „Fördervertrag Stadtteilzentren“ erweiterte sich das Aufgabenspektrum des Vereins erheblich und erleichterte die Finanzierung der Arbeit.

Das IdA-Projekt (Integration durch Arbeit) war anfänglich an der Alten Eisbahn angesiedelt. Seit Januar 1999 beschäftigte und qualifizierte der Verein zumeist junge Menschen, die bisher auf Sozialhilfe angewiesen waren. Das IdA-Projekt war Bestandteil des Landesprogramms „Integration durch Arbeit“ und hatte als solches das Ziel, Sozialhilfeempfänger*innen durch eine zwölfmonatige Beschäftigung einschließlich gezielter Beratung und Qualifizierung den Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt zu erleichtern. Seine Teilnehmer*innen arbeiteten im handwerklich-technischen Bereich und erhielten entsprechende Qualifizierungsangebote (z.B. Bewerbungstraining, Computerkurs).

Die Palette der Tätigkeiten reichte von kleinen Instandsetzungsarbeiten in den Einrichtungen des Vereins über Renovierungsarbeiten in Kitas und Schulen, bis hin zu Arbeiten im Gartenbaubereich (Schulgarten). Das IdA-Projekt war in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg aktiv.

Auch die Mobile Jugendarbeit entwickelte sich weiter. Wegen des Umbaus der JFH Wichurastraße und Schließung des JFH Dessauer Straße gab es kaum Angebote für Jugendliche. Nach zahlreichen Stadtteilkonferenzen und Präventionsbeiratssitzungen in Steglitz ergab sich die Lösung für diesen Notstand. Der Nachbarschaftsverein unterschrieb den Nutzungsvertrag für einen ehemaligen Bunker in der Lankwitzer Malteserstraße 74 – 100. „OUTREACH – Mobile Jugendarbeit“ suchte derzeit soziale Träger in den Bezirken, wodurch die Zusammenarbeit mit „OUTREACH – Mobile Jugendarbeit“ entstand. Seither diente der Bunker, vormals Archiv der deutschen Cinemathek, als Jugendzentrum. Das bedeutete die praktische Hinwendung zu den Orten, an denen sich die Jugendlichen tatsächlich aufhalten, das Wohnumfeld, Straßen, Parks unter gleichzeitiger Nutzung eines festen kieznahen Ortes, des Bunkers.

Der Bunker musste als erstes nutzbar gemacht werden, da alles kahl und leer war. Durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin wurde der Umbau des Bunkers möglich. Das Bezirksamt übernahm die Betriebskosten, die Mittel für die Erstausstattung wurden von der Jugend- und Familienstiftung zur Verfügung gestellt. Die GSW übernahm die Bauleitung für die Arbeiten, die nicht durch die Jugendlichen selbst geleistet werden konnten. Schon 2001 konnte das erste Konzert stattfinden. Ein Musikstudio, Bandraum und Tanzraum entstanden. Kunst und Graffiti-Projekte fanden statt, weshalb nicht zuletzt später der Name JugendKulturBunker entstand.

1996 – 1998

Die erste Stadtteilzeitung erschien im März/April 1996 und hieß damals noch „Nachbarschaftsbote“. Der Nachbarschaftsbote präsentierte sich im A4 Format und wurde schwarz/weiß auf einem Kopierer, später als Lankwitzer Zeitung mit einer Auflage von 3000 Stück, vervielfältigt. Neben den eigenen Angeboten fanden sich kleine Meldungen aus dem Bezirk, unter anderem auch ein Horoskop und viele andere unterhaltsame Beiträge.

1997 zog der junge Verein in den Halbauer Weg in Alt-Lankwitz ein. Die Raumkapazität konnte erheblich erweitert werden. Nun konnten Gruppen und Beratungen in abgeschlossenen Räumen und ein offenes Café stattfinden, da mehrere Räume zur Verfügung standen. Hier trafen sich auch verschiedene Bürgerinitiativen, der „Tauschring Südwest“ gründete sich. Die Redaktion des „Nachbarschaftsboten“ richtete sich hier ein. Die ersten Mitarbeiter*innen konnten durch ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) Stellen über das Arbeitsamt finanziert werden.

Im gleichen Jahr begann die Mobile Jugendarbeit ganz in der Nähe. In der Pizzeria in der Wedellstraße trafen sich zwei Streetworker*innen – Mitarbeiter*innen von Outreach – Mobile Jugendarbeit in Ermangelung eines Büros. 1992 wurde das Programm „Hinausreichende Jugendarbeit“ in Berlin ins Leben gerufen. Das Programm sollte flächendeckend kleine Teams oder auch Einzelpersonen den kommunalen Jugendfreizeiteinrichtungen an die Seite stellen mit dem Auftrag, aus der Einrichtung heraus tätig zu werden. So weit war man in Steglitz noch nicht, aber der junge Nachbarschaftsverein war bekannt, woraus sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit ergab. Das Outreach-Team erstellte die erste Sozialraumanalyse für Lankwitz-Ost. Die Gründung der ersten Stadtteilkonferenz war die Folge.

1998 bewarb sich der Nachbarschaftsverein Lankwitz mit einem innovativen Konzept um den Betrieb der stillgelegten Eisbahn an der Lankwitzer Leonorenstraße. Die Anschubfinanzierung erfolgte durch die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin und wurde nach einem Jahr durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf übernommen. Von Juli 1998 bis Ende 2001 betrieb der Verein das Gelände als „sportorientiertes Kinder-, Jugend- und Familienfreizeitzentrum“. Das Konzept sah ein Familienzentrum vor, dass ein sportorientiertes Programm bot. Dabei waren Mutter-Kind-Kurse für die ganz Kleinen bis hin zur Wellness-Gruppe mit Gymnastik und Entspannung für Ältere. Drei vom Bezirksamt finanzierte Erzieher*innen sprachen besonders 8- bis 14-jährige Kinder- und Jugendliche an. Neben Inlineskaten, Streetball, Billard oder Tischtennis gab es am Nachmittag Hilfe bei den Hausaufgaben. An den Außenwänden der Eisbahn entstand ein Gaffitti-Projekt. Auf einem selbstgebauten Parcours konnten sich Skaterfreunde ausprobieren. Es wurde viel versucht, wie beispielsweise ein Weihnachtsbasar im Juli.

Ende September 2001 fand das Bezirksamt einen Betreiber, der auf dem Gelände wieder einen Eislaufbetrieb ermöglichen wollte. Das „sportorientierte Kinder-, Jugend- und Familienfreizeitzentrum“ des Nachbarschaftsverein Lankwitz wurde geschlossen und zog Anfang 2002 in neue Räume um – der Name blieb bis heute: „Alte Eisbahn“.

1995

1993 fand die eigentliche Gründung des Vereins statt. 
Geplant war ursprünglich eine ambulante Kinderpflege. 
Obwohl eine sehr positiv ausfallende Befragung im Kiez gemacht wurde, hätte das Projekt ein halbes Jahr vorfinanziert werden müssen. Auch andere Hürden wären schwer zu bewältigen gewesen, so dass alles noch zwei Jahre warten musste. Denn was diese erste 
Gründungszeit insbesondere auszeichnete war, dass es kein Geld gab. Idealismus und Gründerstimmung lagen im 
Vordergrund. Es wurde weiter „erdacht“, bis es 1995 losgehen konnte.

Am 30. November 1995 eröffneten schließlich ein paar engagierte Menschen einen kleinen Treffpunkt in Lankwitz in der Wedellstraße, der fortan der Nachbarschaftsarbeit im Kiez einen neuen Stellenwert geben sollte. Was 1995 mit Beharrlichkeit, Engagement, Mut, vielen Rückschlägen und daraus neu entstehenden Ideen unter dem Namen „Nachbarschaftsverein Lankwitz“ begann, ist über die Jahre das „Stadtteilzentrum Steglitz e.V.“ in der heutigen Form geworden.

In der Ladenstraße der Wedellstraße standen dem neu gegründeten Verein nur ein Büroraum plus ein Kellerraum zur Verfügung. Der Kellerraum wurde als Trödelkeller für alles, was gespendet wurde, genutzt. Im Büroraum mussten alle Platz 
finden, auch die ehrenamtlichen Unterstützer*innen. Hier begann die soziale Beratung und Gruppenarbeit. Der Treffpunkt wurde als Kiezcafé verstanden, in dem Freizeitgruppen und Existenzgründungskurse beispielsweise stattfinden sollten. Jede gute Idee wurde ausprobiert, verworfen, neu erdacht. 
Die Miete für den Raum wurde unter anderem durch die Vermietung von Werbeflächen auf den Schaufenstern verdient. Büromöbel wurden von der Dresdner Bank gespendet. Improvisation war das vornehmliche Merkmal dieser ersten Zeit.