Kinderschutz geht uns alle an!

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der VNKinderrechtskonvention im Jahr 1992 dazu verpflichtet, Kinderrechte zu achten und zu schützen. Seither wird die Verankerung dieser Kinderrechte ins Grundgesetz diskutiert und Ende 2019 ein erster Entwurf vorgestellt. Die bisherigen Schaffungen und Änderungen von Gesetzen, in denen unter anderem die Handlungsrichtlinien für Pädagogen festgelegt wurden und was unter Kindeswohl und einer Kindeswohlgefährdung genau zu verstehen ist, waren bislang nicht ausreichend. Es wurde, neben vielen anderen Maßnahmen, die Funktion der „insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8a SGB VIII“ geschaffen.

Im August 2019 wurde der Stundenumfang für unsere insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII“ im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. erhöht, so dass sie nun ausschließlich den Kinderschutz in ihrem Arbeitsfokus hat. Seit 30 Jahren arbeitet Birgit Kiecke im pädagogischen Bereich. Für das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist sie seit Januar 2013 tätig, zunächst in der Ergänzenden Förderung und Betreuung der Peter-Frankenfeld-Schule und seit Juli 2015 zusätzlich als Kinderschutzfachkraft.

Warum nun eine Vollzeitstelle? Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist anerkannter Jugendhilfeträger und betreibt, neben Nachbarschaftseinrichtungen, im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zahlreiche Einrichtungen: Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, einen Familienstützpunkt sowie Schulkooperationen. Dabei beziehen wir intergenerative, inklusive und sozialraumorientierte Ansätze in unsere tägliche Arbeit ein und vertreten diese Werte dialogisch nach außen. Zurzeit besuchen 892 Kinder unsere Kita- und Horteinrichtungen. Hinzu kommen die Kinder und Jugendlichen, die unsere offenen Einrichtungen besuchen. Alle diese Kinder und Jugendlichen gilt es zu schützen und ihnen einen Raum zu schaffen, der ihnen altersentsprechende Förderung und Entwicklung garantiert.

Im Rahmen unserer Tätigkeiten setzen wir die gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendschutzes auf Träger- und Einrichtungsebene um. Doch bei aller Theorie gibt es tagtäglich Situationen, die Unsicherheit erzeugen. Die Mitarbeitenden müssen diese Situationen hinterfragen und ihr eigenes Verhalten dazu reflektieren. Wann ist es geboten zu reagieren oder nur weiter zu beobachten, wann muss eine Situation besprochen oder sogar im Sinne des Kindes gemeldet werden? Da Kindeswohlgefährdungen so individuell wie die Kinder und Familien selbst sind, spielt Empathie und das genaue „Hinsehen“ der Pädagogen eine große Rolle.

Information und Beratung unter anderem bei Teamtagen, wie hier bei den Marienfelder Kiezhopsern.

Hier beginnt die Tätigkeit von Birgit Kiecke. Sie steht allen Mitarbeitenden des Stadtteilzentrums als Fachkraft zur Verfügung. Ihr Arbeitsbereich ist vielfältig und einem ständigen Wandel unterlegen. Sie ist die fachliche Begleitung und Steuerung der kindeswohlrelevanten Prozesse im Stadtteilzentrum. Die Begleitung, Beratung und Schulung der Mitarbeitenden stehen im Arbeitsfokus. Dazu gehören die präventive Aufklärung aller Mitarbeitenden zum Thema Kinderschutz, die Planung, Organisation und Durchführung team- und trägerinterner Fortbildungen, die Erarbeitung und Fortführung des Kinderschutzkonzeptes des Trägers, fallspezifische Beratungen, das Angebot der Kollegialen Fallberatung sowie Aufarbeitung von Fragen, Anliegen und Bedarfen der Mitarbeitenden. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Jugendhilfeträgern, Jugendamt, Gesundheitsamt und Kooperationspartnern gehört ebenso dazu, wie die Erstellung von Statistiken und die Beachtung und Einhaltung gesetzlicher Pflichten und Vorschriften im Bereich Kinderschutz. Weiterhin leitet sie die Kinderschutz AG des Stadtteilzentrums, um die permanente Weiterentwicklung des Kinderschutzes zu garantieren.

Frau Kiecke berät die Mitarbeitenden oder die Teams, wobei Gefährdungseinschätzungen und Handlungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeitet werden. Die Anonymisierung der Daten ermöglicht den Mitarbeitenden eine schnelle und unkomplizierte Wahrnehmung eines Beratungstermins.

Dies insbesondere weil:

Kinderschutz geht uns alle an!
Niemand soll im Stadtteilzentrum mit diesem schwierigen und oft heiklen Thema alleine stehen, sondern Unterstützung bekommen und seinen Anspruch auf Beratung einfordern können.
Kinderschutz soll im präventiven Bereich ansetzen und nicht erst in der Intervention zum Einsatz kommen, um so eine drohende Kindeswohlgefährdung durch Unterstützung und Hilfeangebote abzuwenden.


SzS interne Termine rund um den Kinderschutz

  • Grundlagen Kinderschutz
  • Elterngespräche, auch im schwierigen Kontext, sicher führen
  • Kindliche Sexualität
  • Kollegiale Fallberatung
  • Geschlechtliche Vielfalt
  • v.m.

Aktuelle Themen und Termine findet ihr in unserem Intranet (Yammer)!

Hier sind wir: Stindestraße 12, 12167 Berlin – Sie erreichen uns mit Bus 186, 283, 284, 380, M82

 

 

 

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Stindestraße 12, 12167 Berlin

Kinderschutz im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Familienstützpunkt
Stindestraße 12,
12167 Berlin

Birgit Kiecke
Kinderschutzfachkraft, „insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8a SGB VIII“

Telefon 0157 58170169
E-Mail kiecke[at]sz-s.de