Auf einem unserer Rundgänge der Mobilen Stadtteilarbeit durch die Thermometersiedlung kamen Catarina und ich mit einem älteren Herrn mit Rollator ins Gespräch. Er erzählte uns, dass er jeden Tag die etwa hundert Meter von seinem Haus bis zum Stangenpfuhl – einem kleinen See mitten im Wohngebiet – läuft, um dort Fotos zu machen. Obwohl er bereits stark gehbehindert war, und ihm jede Bewegung sichtlich schwerfiel, faszinierte uns, dass er die Strecke so tapfer auf sich nahm. Dies schien sein Lebenselixier.

Plötzlich rief er aufgeregt: „Eine Schildkröte! Dort unten!“ Einen Einkaufswagen oder E-Scooter hätten wir in diesem Tümpel eher erwartet – aber eine Schildkröte? Wir ließen den Blick auf- und abschweifen, konnten aber nichts entdecken und hielten das Tier schon für ein Fantasieprodukt. Doch dann rief Catarina: „Schau, dort!“. Immer noch brauchte es einen Moment, bis ich etwas entdeckte. Und tatsächlich – nahe des Ufers hatte es sich eine ausgewachsene Schildkröte gemütlich gemacht.

Schwer erstaunt fragten wir den alten Mann, ob er sie schon öfter gesehen habe. Stolz zog er sein Handy hervor und zeigte uns ein Foto: eine Nahaufnahme der Schildkröte – und darauf, kaum zu glauben, thronte sogar ein kleiner Marienkäfer. Ein Moment, der eine ganz eigene Magie und uns zeigte:

„Wer braucht schon den Tierpark, wenn mitten in der Thermo Marienkäfer auf Schildkröten sitzen“

Für alle Mitarbeiter*innen des Stadtteilzentrums grüßen euch  
Catarina und Stefan von der Mobile Stadtteilarbeit Lichterfelde Süd