Anerkennung für Qualität
Die Aktion Mensch unterstützt den Jugendtreff21 mit der Anschlussförderung „Erfolgreich weiter“ – ein deutliches Signal: Das Projekt wirkt, ist verlässlich und qualitativ stark. Für uns bedeutet das Dankbarkeit, Planungssicherheit – und die Chance, die erfolgreiche Arbeit bis 2027 fortzuführen.
Von der Idee zur festen Gruppe Gleichaltriger
Was 2018 als kleine Gruppe und mit unregelmäßigen Treffen begonnen hat, wurde ab 2020 zu einer festen Gruppe von 15–18 jungen Menschen mit Down-Syndrom. Diese trifft sich alle zwei Wochen. Aktuell umfasst unsere Zielgruppe Teilnehmer*innen im Alter von 16 bis 29 Jahren. Bei den älteren Mitgliedern handelt es sich eher um Ausnahmen, da der Großteil unserer Gruppe zwischen 21 und 23 Jahren alt ist. Heute bestimmen die Jugendlichen ihre Inhalte aktiv mit – zum Beispiel in Planungsrunden zu Beginn der Treffen. Ergebnis: mehr Selbstbestimmung, mehr Sicherheit im Miteinander und spürbar mehr Mut, Neues auszuprobieren.
Inklusion im echten Leben
Ob auf der Bühne oder zwischen den Marktständen – der Jugendtreff21 ist sichtbar. Immer wieder ergeben sich inklusive Momente: bei Auftritten auf Stadtteilfesten, beim Tanzen im Kinder- und Jugendzentrum, wenn einzelne Teilnehmer*innen am regulären Wochen- und Ferienprogramm des KiJuNa teilnehmen oder wenn wir einfach gemeinsam unterwegs sind.
Dabei geht es um mehr als Begegnung. Ablösung vom familiären Umfeld ist ein zentrales Thema: Die Jugendlichen lernen, sich sicher in ihrer Peergruppe zu bewegen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Diese Schritte – klein im Alltag, groß in ihrer Wirkung – stärken Selbstbewusstsein und Teilhabe nachhaltig.
Vielfalt, die trägt
Die Angebote sind bewusst breit: Kochen, Tanzen, Töpfern/Keramik, künstlerische und sportliche Aktivitäten – bis hin zum Kampfkunst-Workshop. Ein Musikprojekt mit Fachbegleitung mündete in Auftritten und einer Abschlussreise. Dazu kommen Ausflüge und inklusive Präsenz bei Stadtteilfesten und im Kinder- und Jugendzentrum.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am Videodreh für den „Förderpenny“ – Hier geht´s zum Video!
Sichtbarkeit nach außen – Verbundenheit nach innen
In den letzten Jahren haben wir kontinuierlich berichtet – auf der Projektwebsite unter https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/jugendtreff21/ und in sozialen Netzwerken. Gleichzeitig zeigt sich: Die stärkste Wirkung entfaltet der Treff im Inneren der Gruppe – dort, wo Freundschaften entstehen, Routinen Halt geben und jede Stimme zählt.
Ehrlich über Hürden sprechen
Der Start fiel in die Corona-Zeit – Treffen waren teils nur digital möglich, Inklusion musste zunächst zurückstehen. Später erschwerten weite Wege, Arbeitszeiten in Werkstätten und Altersunterschiede zu anderen Jugendclubbesucher*innen zusätzliche Begegnungen. Doch auch das konnte unser Projekt nicht zu Fall bringen. Heute stellt ein Kernteam aus vier Personen (1 festangestellt, 3 Honorarkräfte) sicher, dass 2–3 vertraute Pädagog*innen jedes Treffen begleiten.
Und wie geht’s weiter?
Die Finanzierung steht bis 2027. Unser Wunsch ist klar: den Jugendtreff21 über 2027 hinaus verstetigen – damit die Jugendlichen auch künftig einen verlässlichen Raum haben, in dem sie Beziehungen pflegen, Freizeit selbst gestalten und sichtbar teilhaben können.
Zahlen in Kürze
- Teilnahme: stabil 15–18 regelmäßig, insgesamt etwa 30 Jugendliche erreicht
- Alter: 16–29 Jahre, Großteil 21–23 Jahre
- Rhythmus: Treffen alle zwei Wochen
- Team: 4 Personen (1 festangestellt, 3 Honorarkräfte)
- Öffentlichkeit: Stadtteilfeste, Wochen-/Ferienprogramm, Social Media & Website
Wir gehen davon aus, dass wir die Welt verändern können.