Weiterförderung steht fest

Die gute Nachricht begleitet uns bereits seit letztem Jahr: Der Jugendtreff21 wird durch die Anschlussförderung „Erfolgreich weiter“ von Aktion Mensch unterstützt. Diese Förderung ist ein deutliches Signal für die Qualität und Verlässlichkeit des Projekts. Für uns bedeutet das Planungssicherheit – und die Möglichkeit, die erfolgreiche Arbeit bis 2027 fortzuführen.

Was zuletzt passiert ist

In den vergangenen Wochen war im Jugendtreff21 viel los: Es wurde gemeinsam gekocht, gelacht, übernachtet und getanzt. Beim dreiteiligen Kochprojekt mit Kamel Hadad bereiteten die Jugendlichen an zwei Terminen ein Drei-Gänge-Menü zu. Dabei wurde geschnippelt, gewürzt und viel Neues ausprobiert. Der krönende Abschluss: Ein eigener Restaurantabend, zu dem Eltern und Geschwister eingeladen waren und von den Teilnehmenden selbst bewirtet wurden.

Auch die erste gemeinsame Übernachtung war ein voller Erfolg. Nach einem gemütlichen Pizzaessen machten es sich alle beim Kinoabend bequem, bevor die gemeinsame Nacht im KiJuNa anbrach. Für viele war es ein ganz besonderes Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Inklusionsdisco als Ort für alle

Ein weiteres Herzensprojekt ist die neue Inklusionsdisco im KiJuNa. Mehrmals im Jahr kommen auf diese Weise Kinder und Jugendliche aus dem regulären Wochenbetrieb und dem Jugendtreff21 zusammen. Mit viel Engagement wird dort eine echte Disco-Atmosphäre geschaffen: Bunte Dekorationen, eine Nebelmaschine, Schwarzlicht und Einlassbändchen sorgen für das passende Feeling. Hier wird gemeinsam getanzt, gelacht und gefeiert ganz unabhängig von den jeweiligen individuellen Voraussetzungen.

So hat alles angefangen

Der Jugendtreff21 startete 2018 mit einer kleinen Gruppe und unregelmäßigen Treffen. Seit 2020 hat sich das Projekt zu einer festen Gruppe entwickelt.15 bis 18 junge Menschen mit Down-Syndrom treffen sich seitdem alle zwei Wochen. Und das, obwohl der Start des Projekts nicht einfach war: Der Aufbau fiel in die Corona-Zeit. Treffen konnten zeitweise nur digital stattfinden, inklusive Begegnungen waren eingeschränkt. Später erschwerten lange Anfahrtswege, Arbeitszeiten in Werkstätten und unterschiedliche Altersstrukturen die Teilnahme im Alltag. Umso wichtiger war es, die Gruppe langfristig zu stabilisieren.

Aktuell sind die Teilnehmer*innen zwischen 16 und 29 Jahre alt, der Großteil ist zwischen 21 und 23 Jahren. Die Jugendlichen bringen sich aktiv ein – zum Beispiel in Planungsrunden zu Beginn der Treffen – und gestalten die Inhalte mit.

Gemeinsam unterwegs

Der Jugendtreff21 ist regelmäßig im Stadtteil sichtbar: Bei Auftritten auf Festen, bei Aktivitäten im Kinder- und Jugendzentrum oder bei gemeinsamen Ausflügen. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Ablösung vom familiären Umfeld. Die Jugendlichen lernen, sich in ihrer Gruppe zu orientieren, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Das stärkt Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag. Die stärkste Wirkung entfaltet der Treff im Inneren der Gruppe: Dort entstehen Freundschaften, Routinen geben Halt und jede Stimme zählt.

Das Projekt wird von einem festen Team getragen: Vier pädagogische Fachkräfte (eine Festanstellung, drei Honorarkräfte) begleiten die Treffen, in der Regel zu zweit oder zu dritt.

Vielfältiges Programm

Das Angebot ist bewusst breit: Kochen, Tanzen, Töpfern/Keramik, kreative und sportliche Aktivitäten sowie Workshops, zum Beispiel im Bereich Kampfkunst. Ein Musikprojekt mit fachlicher Begleitung führte zu Auftritten und einer gemeinsamen Abschlussreise. Auch Ausflüge gehören regelmäßig dazu.

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an einem Videodreh für den „Förderpenny“.

Und wie geht’s weiter?

Die Finanzierung steht bis 2027. Unser Wunsch ist klar: den Jugendtreff21 über 2027 hinaus verstetigen – damit die Jugendlichen auch künftig einen verlässlichen Raum haben, in dem sie Beziehungen pflegen, Freizeit selbst gestalten und sichtbar teilhaben können.

Zahlen in Kürze

  • Teilnahme: stabil 15–18 regelmäßig, insgesamt etwa 30 Jugendliche erreicht
  • Alter: 16–29 Jahre, Großteil 21–23 Jahre
  • Rhythmus: Treffen alle zwei Wochen
  • Team: 4 Personen (1 festangestellt, 3 Honorarkräfte)
  • Öffentlichkeit: Stadtteilfeste, Wochen-/Ferienprogramm, Social Media & Website

 

Wir gehen davon aus, dass wir die Welt verändern können.