Ob am Standort Lankwitz Kirche, im Gemeindepark oder am Kamenzer Damm: Die Mobile Stadtteilarbeit Lankwitz ist dort unterwegs, wo Menschen leben, sich begegnen und ihren Kiez gestalten. Als mobile Anlaufstelle spricht sie mit Anwohner*innen über ihre Anliegen, Bedürfnisse und Ideen und schafft einen direkten, niedrigschwelligen Zugang zu Beratung, Information und Unterstützung.
Gleichzeitig informiert sie über soziokulturelle Angebote im Kiez und erreicht damit auch Menschen, die bisher wenig Berührung mit den vorhandenen Möglichkeiten im Stadtteil hatten. Das Team besteht aus zwei Mitarbeiterinnen und kann Beratungen sowie Angebote in Deutsch, Englisch und Arabisch durchführen.
Begegnung und Miteinander fördern
Aus den Gesprächen mit Anwohner*innen entstehen immer wieder neue Impulse für den Stadtteil. Gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickelt die Mobile Stadtteilarbeit bedarfsgerechte Angebote, Begegnungsorte und Veranstaltungen. Zusammen mit zahlreichen Kooperationspartner*innen stärkt sie das Kulturangebot und die Demokratiearbeit am Berliner Stadtrand. Dazu gehören Theater- und Kunstworkshops, eine queere Freizeitgruppe, Lesungen, ein Arabischkurs für Kinder, Karaoke-Nachmittage für Senior*innen, bildungspolitische Veranstaltungen sowie ein monatlicher Mittagstisch.
Darüber hinaus leitet das Team der Mobilen Stadtteilarbeit (MoSt) gemeinsam mit der Gebietskoordination Kamenzer Damm den Runden Tisch Lankwitz Ost. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen mit Expert*innen zu aktuellen Themen statt. Zuletzt informierte beispielsweise der Berliner Mieterverein bei der Veranstaltung „Kenne deine Mietrechte“ über Rechte und Handlungsmöglichkeiten von Mieter*innen.
Beteiligung erleichtern – Anwohner*innen dabei unterstützen, ihre Ideen umzusetzen
Mittagstisch
Der Mittagstisch zeigt beispielhaft, wie aus einer Idee von Anwohner*innen ein regelmäßiges Angebot für den Kiez entstehen kann. Die Initiative geht auf eine Bewohnerin des Quartiers zurück, die Persisch und Deutsch spricht. Ziel war es, Menschen unterschiedlicher Herkunft an einem gemeinsamen Mittagstisch zusammenzubringen, den interkulturellen Austausch zu fördern und Begegnungen in einer offenen und angenehmen Atmosphäre zu ermöglichen.
Kiezstimmen Lankwitz
Aus bildungspolitischen Veranstaltungen, unter anderem zum Thema „Rechtspopulismus erkennen und Argumente kontern“ mit dem Politikwissenschaftler Maurice Schuhmann im Jahr 2024, entstand bei mehreren Anwohner*innen der Wunsch nach einem dauerhaften Austausch zu demokratischen Themen. Mit Unterstützung der Mobilen Stadtteilarbeit wurde zunächst das Demokratie-Café gegründet, das sich alle zwei Wochen traf, um über gesellschaftliche und politische Fragen ins Gespräch zu kommen. Im ersten Jahr organisierte und moderierte die Mobile Stadtteilarbeit die Treffen mit dem Ziel, eine selbstständig arbeitende Gruppe entstehen zu lassen. Daraus entwickelten sich schließlich die Kiezstimmen Lankwitz. Die Gruppe trifft sich heute wöchentlich im Kiezbüro Lankwitz, tauscht sich zu politischen Themen aus, engagiert sich kiezbezogen und organisiert eigene Veranstaltungen wie bildungspolitische Abende, Küche für alle („Küfa“) und Filmvorführungen.
Verbindungsglied im Kiez
Die Mobile Stadtteilarbeit verbindet Anwohner*innen, Nachbarschaftseinrichtungen, Gremien und Verwaltung miteinander. Sie greift Anliegen aus dem Kiez auf, vermittelt zwischen unterschiedlichen Akteur*innen und unterstützt dabei, Lösungen gemeinsam zu entwickeln. So wurden beispielsweise Anliegen zu einem Lankwitzer Spielplatz gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro in die Spielplatzkommission eingebracht.
Durch die enge Zusammenarbeit mit sozialen und kulturellen Einrichtungen werden Bedarfe im Stadtteil frühzeitig sichtbar. So entstand gemeinsam mit der Kitasozialarbeit das Angebot monatlicher Familiennachmittage. Diese schaffen Raum für Begegnung, Austausch und Spiel und ermöglichen Familien zugleich, verschiedene Einrichtungen und deren Angebote kennenzulernen.
Wir gehen davon aus, dass wir die Welt verändern können.