Aktuell sorgen geleakte Kürzungspläne, über die Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren, für massive Besorgnis bundesweit. Ein internes Papier mit über 70 Vorschlägen im Volumen von mehr als 8,6 Milliarden Euro wurde vom Paritätischen Wohlfahrtsverband veröffentlicht und wird von vielen weiteren Fachverbänden scharf kritisiert.
Sie warnen vor Einschnitten, die die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Kindern, Jugendlichen und Familien massiv gefährden würden.
Betroffen: Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und Neurodivergenz
Vorgesehen sind Einschränkungen individueller Assistenz, etwa in der Schule durch verstärktes „Pooling“, wodurch insbesondere Kinder mit höherem Bedarf benachteiligt würden. Leistungen zur sozialen Teilhabe sollen reduziert und das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen abgeschafft werden. Teile der Vorschläge stehen laut Fachverbänden im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention.
Auch Kinderhilfen und Familien im Fokus
Die Vorschläge betreffen nicht nur die Eingliederungshilfe, sondern auch die Kinder- und Jugendhilfe. Diskutiert werden Streichungen von Integrationshilfen, der Nachbetreuung junger Erwachsener sowie Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Individuelle Unterstützung soll durch standardisierte Lösungen ersetzt werden, was das Recht auf Teilhabe schwächt.
Drohender Rückschritt für Inklusion in Deutschland
Diese vielfältigen Angebote – von der Eingliederungshilfe über Kinder- und Jugendhilfe bis hin zu Familienunterstützung – geraten durch die geplanten Kürzungen massiv unter Druck.
Fachverbände wie der Paritätische Wohlfahrtsverband sehen darin nicht nur einen Rückschritt für Inklusion und Teilhabe, sondern einen Kahlschlag bei grundlegenden Sozialleistungen, der Millionen Familien, Kinder und Erwachsene mit Behinderungen in ihrer Lebensführung bedroht. Solche Einschnitte könnten langfristig zu höheren gesellschaftlichen Kosten führen, etwa durch vermehrte Armut, Isolation oder Notfälle, und widersprechen dem Grundsatz der UN-Behindertenrechtskonvention von Selbstbestimmung und bedarfsgerechter Förderung.
Gemeinsam können wir mehr erreichen – Petitionen und Demo am 05. Mai 2026
- Petition gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe
- Weitere Petition Teilhabe sichern/keine Kürzungen
- Demonstration am 5. Mai in Berlin unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“
Wir gehen davon aus, dass wir die Welt verändern können.