Dresdner Bahn

Bürgerinitiative Lankwitz „Dresdener Bahn“

im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. – Lankwitzer Straße 13-17, Haus G, 12209 Berlin

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Über die BI-Lankwitz

Zur Geschichte des Planfesteststellungsverfahrens Dresdener Bahn Stand 5-2016

Die Bahn plant, parallel zur derzeitigen S-Bahn Trasse der Linie S-2, zwei zusätzliche Gleise zu verlegen, auf denen die Fernbahn nach Dresden und der Flughafenshuttle zum Flughafen BER verkehren sollen. Ca. 530 Züge sollen nach derzeitigen Hochrechnungen dann täglich auf den Gleisen fahren.

Die Bürgerinitiative Lankwitz „Dresdener Bahn“ bemüht sich seit ca. 17 Jahren, die Gestaltung der neuen Bahntrasse so zu beeinflussen, dass Lärm und Erschütterung aber auch der optische Eindruck und andere Belästigungen für die Bürger erträglich bleiben. Aufgrund der ersten Diskussionen vor der Jahrhundertwende veränderte die Bahn ihr ursprüngliches Konzept so, dass die Trasse, Bereich Teltowkanal bis Kamenzer Damm, etwas weiter von den dichter bewohnten Bereichen verschoben wurde als geplant und so Enteignungen und Erschütterungsbelastung erheblich verringert werden konnten. Die Bahn wollte damals auch die gesamte Trasse, inklusive S – Bahn auf einen Erschütterungs-mindernden Untergrund legen und außerdem die Lärmemission durch eine besondere Gleispflege, das „besonders überwachte Gleis“ BüG, weiter reduzieren. Seit 2006 ist das gesamte Konzept so nicht mehr geplant. Anstelle der Gleispflege sollen jetzt ersatzweise Lärmschutzfenster eingebaut werden, die viele Bürger hinter verschlossene Fenster verbannen. Der erschütterungsmindernde Untergrund wird nur noch teilweise und nicht mehr für die S – Bahn geplant.

Die Bürgerinitiative Lankwitz hat damals die Politik auf die Situation aufmerksam gemacht. Positive Reaktionen kamen von Bundestagsabgeordneten der SPD und der CDU sowie der Bezirksregierung. Außerdem haben wir für die gemeinsamen Stellungnahmen und die Verstärkung unserer Position bei den öffentlichen Erörterungen anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen (finanziert aus Spenden).

2009 wurde nun von Seiten der DB eine Mittelschallschutzwand (zwischen S-Bahn und Fernbahn) zusätzlich eingebracht, hierdurch konnte die Betroffenheit reduziert werden. Ein Wermutstropfen bleibt: Die DB möchte das „besonders überwachte Gleis“ BüG weiterhin ersatzlos streichen.

Die Lärmschutzwände beginnen nun, bedingt wohl durch das Einwirken von der BI und der Politik, laut der Planung von 12.2015, am nördlichen Beginn des PFA 1 (km 6,062) mit jeweils westlich vor S- und Fernbahn bis über die Attilastraße in südlicher Richtung fortlaufend. Somit haben die großen Mietshausbereiche Steglitzer Damm, Kelchstrasse und Langensteiner Weg jetzt auch entsprechenden Schutz bekommen. Der Bereich vor dem PFA1, zum Priesterweg hin, ist zur Zeit noch ohne Lärmschutz, hier hat die Politik uns zugesagt, nach entgültiger Planfeststellung, wenn noch nötig, für uns tätig zu werden.

Zu den Brücken Attilastrasse und Teltowkanal fehlen weiterhin klare Angaben über Erschütterungs- und Lärmschutz.

Die Erwartungen der Bürger an die Politik sind groß, denn von einer umweltschonend gebauten Trasse, die nachhaltig Lärm und Erschütterung weitgehend vermeidet, hängt die zukünftige Struktur des Bezirks ab. Wenn die Belästigung der Anlieger zu hoch ist, wird der Wohnwert sinken und als Folge davon eine negative Entwicklung der Sozialstruktur in Zehlendorf – Steglitz zu erwarten sein. Die Politik kann das eventuell beeinflussen, da die Bahn den Einsatz von Lärmschutz – und Erschütterungsschutzmassnahmen auch davon abhängig macht, ob sie die Kosten aus Ihrem Budget tragen muss oder ob die Kosten als Investition aus Bundesmitteln finanziert werden. Hier könnte die Politik steuernd eingreifen, z.B. indem sie Wartungskosten der Gleise, die zur Lärm – und Erschütterungsminderung beitragen, wie Investitionskosten behandelt und kostenneutral aus dem entsprechenden Subventionstopf bezahlt.

Der Flughafen BBI soll vielleicht 2018 in Betrieb gehen.
Die Bahnanbindungen werden nun über die Stecke über Adlershof /Karlshorst und über die Anhalter Bahn verwirklicht.
Die Anwohner der Anhalter Bahn werden dadurch bis an die Grenzen der Zumutbarkeit belastet.

Die DB scheint starke Probleme mit der Planung und Umsetzung der Dresdener Bahn zu haben, ansonsten ist so eine so lange Schwebephase eines Planfeststellungsverfahrens nicht mehr erklärbar. Das kostet uns seit 17 Jahren viel Zeit und Geld. Die den betroffenen Bürgern dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten müssten von der DB erstattet werden.

Ein Ende ist auch weiterhin nicht in Sicht:

Immerhin gibt es jetzt eine Planfeststellung für den Lichtenrader Bereich (PFA2). Die Durchfahrung von Lichtenrade ist weiterhin oberirdisch geplant. Dagegen wollen die Lichtenrader klagen. Ob die gewünschte Tunnellösung auf diesem Wege erstritten werden kann ist zweifelhaft. Möglicherweise ist diese nur auf dem politischen Wege zu erreichen. Eine Umplanung für die Tunnellösung würde wohl auf eine Absenkung vor Schichauweg hinauslaufen. Dies würde eine erneute Änderung der Planungsunterlagen auch im PFA 1 bedeuten. Ein Bahnvertreter äußerte vor Jahren, dass wohl nicht vor 2019 mit dem Bahnbetrieb auf dieser Strecke gerechnet werden kann. Durch die Klage wird das ganze Verfahren jedenfalls weiter verzögert.

Kommt die Tunnellösung, ist wohl um 2025 realistisch …

2016/5

BI-Betroffenheitsgebiet

2011_BI-Betroffenheitsgebiet

Zur guten Lesbarkeit der Karte, können Sie die Karte BI-Betroffenheitsgebiet sich hier als Pdf öffnen.

Glückwunschbrief zum 15ten Jubiläum des Stadtteilzentrums

Lieber Herr Mampel, liebe Mitarbeiter,

mit dem 15jährigen Jubiläum Ihres Hauses machen Sie uns bewusst, wie lange wir schon Schutz unter Ihrem Dach finden!

Seit 1998 geht es nun schon um die Dresdener Bahn, wir haben viel erreicht, müssten aber für den Bereich Attila Straße – Steglitzer Damm noch mehr erreichen, dort wird so gut wie nichts für die Anwohner getan! Der Bezirksbürgermeister Herr Kopp nimmt sich hoffentlich der Sache weiterhin an.

Unsere Zusammenarbeit begann am Halbauer Weg, völlig unkompliziert halfen Sie uns.
Eine erste öffentliche Gesprächsrunde wurde, auch mit Hilfe von Herrn Wiese, der sich für den S-Bahnhof Kamenzer Damm einsetzte, organisiert (Der S- Bahnhof wurde leider vom Land Berlin nicht bestellt und ist somit in der Planung nicht berücksichtigt.).

Der Neue Gemeindesaal der evangelischen Kirche Alt Lankwitz wurde uns zur Verfügung gestellt. Viele Betroffene nahmen an der Information- und Gesprächsrunde teil.

Ihr Haus half mit Organisation und Moderation, es gab ein Treffen mit höheren Vertretern der DB, die leider heute weitgehend nicht mehr für die DB tätig sind. Wir bekamen Zusagen, die auch eingehalten wurden: Es gab eine erneute Auslegung mit verschobenen Gleisen, die nicht mehr so nah am Bischofsgrüner Weg und Freymüller Weg lagen! Die vielen regelmäßigen Montags-Gesprächsrunden, in Ihrem damaligen Zentrum am Halbauer Weg, halfen uns den Zusammenhalt der Betroffenen zu finden.

Wir haben nun insgesamt 4 Auslegungen hinter uns. Den organisatorischen Aufwand hat Ihr Haus immer mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt.

Dafür sind wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern zu großem Dank verpflichtet.

Wir wünschen Ihnen weiterhin so viele Schaffenskraft um benachteiligten Menschen zu helfen und ihnen das Leben lebenswerter zu machen.

Mit freundlichem Gruß

Lutz Blume und Bernd Steffen für die BI Dresdener Bahn
2010/11

Aktuell

Planfeststellung Lichtenrade ( PFA2 )

Wie Sie vielleicht schon aus der Presse entnehmen konnten ist der Abschnitt PFA 2 Lichtenrade der Dresdener Bahn nun durch das Eisenbahnbundesamt EBA planfestgestellt worden. Sie können die Unterlagen im Netz einsehen, hier der Link:

http://www.eba.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/PF/Beschluesse/Berlin/51_Dresdner-Bahn_PFA2.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Unsere Seitenangaben im Text beziehen sich auf Inhalte aus diesem Link!

Im Internet wird von 2 Klagen gegen diesen Beschluss gesprochen.

Wir erwarten, dass unser Abschnitt, PFA1, erst beschlossen wird, wenn die Planfeststellung für der Lichtenrader Bereich rechtskräftig ist.

Wichtige Punkte, die sich für unseren Abschnitt (PFA1) ergeben.

Das EBA stellt ab S. 156 fest, dass es kein Neubau ist, sondern eine Änderung von Betriebsanlagen (somit weniger Rechte beim Thema Erschütterung S.258).

Die auch von uns im Überschreitungsfall, Lärm- und Erschütterung, geforderte Reduzierung der vorgesehenen 160 km/h wird von dem EBA nicht akzeptiert; man probiert die Geschwindigkeit mit verkehrspolitischer Notwendigkeit zu begründen. S.254

Bei Erschütterung wird die Zumutbarkeitsgrenze um den Faktor 1,5 erhöht. Dabei wird eine Gewöhnung an die Bahnstecke durch den S – Bahn -Verkehr angenommen und daher dem PFA 2 höhere Lärm- und Erschütterungsbelastung zugemutet S.263. Wir hatten in unseren Einsprüchen die Anwendbarkeit dieses Faktors bestritten.

An erschütterungsgefährdeten Gebäuden wird vor Beginn der Arbeiten ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt. S.51+52

Nachmessungen werden an besonders genannten Gebäuden, ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme, durchgeführt. S.57

Danach gibt es bei Überschreitungen Nachbesserung oder Entschädigung. S.70

Das von der DB abgelehnte, besonders überwachte Gleis BüG, wird vom EBA in begrenzten Bereichen gefordert. Es ist Erschütterungs- und Lärmmindernd. S.54+376

Die „Feste Fahrbahn“ (mit erschütterungsdämpfender Einlage) wird bei der Fernbahn und teilweise auch bei der S-Bahn zur Anwendung kommen, weitere Teile der S-Bahn Strecke werden mit gummibesohlten Schwellen ausgestattet.

Alles ist Erschütterungs- und Lärmmindernd. S.57+274+403

Beim Bau verzichtet man auf extrem laute und erschütterungsintensive Schlagrammen beim Einsetzen der Spundwände. Man wendet Vibrations-oder Spundwandpressen an. S.47+365

Es werden punktuell provisorische Lärmschutzwände (Holzwände) zur Reduzierung des Baulärms gestellt. S.47

Es ist abzuwarten, welche dieser Festlegungen auch bei uns greifen, da ja die Festlegungen auch von den geäußerten Einsprüchen abhängen. Unsere Einwendungen unterscheiden sich von denen der Lichtenrader.

Stand 4-16

Es bewegt sich wieder mal ein wenig.

Mit Erstaunen haben wir im  Tagesspiegel vom 13.1.2013 den Artikel gelesen, dass die Genehmigung des Neubaus der Dresdener Bahn – Strecke, vom Eisenbahn Bundesamt noch dieses Jahr für den Berliner Teil zu erwarten ist. Aus den im Internet der DB angekündigten Bauschwerpunkten für die Berliner S-Bahn, entnehmen wir, dass für den Abschnitt Priesterweg-Marienfelde der Berliner S2 von Juni 2013 bis August 2013 Gleiserneuerungen geplant sind.
Die Planfeststellung der DB für die Dresdener Bahn sieht im PFA 1 Bereich vor, dass die S-Bahn Gleise völlig neu und etwas versetzt  zu bauen sind, dies betrifft den Bereich S-Bahnhof Attilastraße bis S-Bahnhof Marienfelde.
Wenn also der Neubau dieser Strecke absehbar ist, erscheint es uns, sowohl wegen der Kosten, als auch wegen der möglichen doppelten Belästigung der Anwohner durch Lärm und Erschütterungen unvertretbar, jetzt noch eine Gleiserneuerung durchzuführen.
Denn es würde heißen, nach erfolgter Planfeststellung, müsste alles wieder abgerissen und erneut versetzt, verlegt werden.
Wir haben entsprechend bei der DB und Berliner S-Bahn schriftlich interveniert und bitten um Stellungnahme.
Zusätzlich haben wir die Politik und Regierung um Unterstützung gebeten.
Wir haben die dazugehörige Bauschwerpunkt Grafik des S-Bahn Netzes Berlin für 2013 hier eingestellt. Auf Nachfrage kann sie auch bei Herrn Blume, Tel.7743455, eingesehen werden.

IBP-Projekte

Schreiben im Pdf-Format

2016.4. Planfeststellung Lichtenrade – Schlussfolgerungen

Wie_es_weiter_geht

2014.12 Info Attilastr. u.a.

offene_Forderungen_der_BI

Archiv der BI-Lankwitz

Archivunterlagen im Pdf-Format

2014.10 Wellmann an BI

2014.8 BMVI an Wellmann

2014.7 Wellmann an Dobrindt

2013.12 BI an Wellmann2

2013.11Begleitschreiben wellmann

2013.11 Antwort Ramsauer

2013.9 Wellmannn an BM Ramsauer

2013.7 BI an Politiker, Wellmann

2011.7._Aktualisierte_Info

2010.2._Kopp-Antwort

2010.1._BI_-Kopp 2009.12._Aktualisierte_Info

2009.12.14._Mustereinspruch

2007.6._Kopp-BI

2007.5.__Info_nach_Erörterung

2007.2._DB-Antwort

2007.04.19.BI_-_Kopp

2007.3.8._Rundschreiben_vor_Erörterung

2006.9.27._Mustereinspruch

2006_Zugfrequenzen

1999.1._Anhörungsprotokoll

1998.12.05__Infogespräch_bei_der_DB

1998.11._Schienenlagerung

1998.9._Techn.Einspruch_9-98