Dresdner Bahn

Bürgerinitiative Lankwitz „Dresdener Bahn“

im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. – Lankwitzer Straße 13-17, Haus G, 12209 Berlin

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Über die BI-Lankwitz

 

Zur Geschichte des Planfesteststellungsverfahrens
Dresdener Bahn Stand 7-2017

Die Bahn plant, parallel zur derzeitigen S-Bahn Trasse der Linie S-2, zwei zusätzliche Gleise zu verlegen, auf denen die Fernbahn nach Dresden und der Flughafenshuttle zum Flughafen BER verkehren sollen. Ca. 613 Züge sollen nach derzeitigen Hochrechnungen dann täglich auf den Gleisen fahren.

Die Bürgerinitiative Lankwitz „Dresdener Bahn“ bemühte sich in den vergangenen ca. 19 Jahren, die Gestaltung der neuen Bahntrasse so zu beeinflussen, dass Lärm und Erschütterung aber auch der optische Eindruck und andere Belästigungen für die Bürger erträglich bleiben.
Aufgrund der ersten Diskussionen vor der Jahrhundertwende veränderte die Bahn ihr ursprüngliches Konzept so, dass die Trasse, Bereich Teltowkanal bis Kamenzer Damm, etwas weiter von den dichter bewohnten Bereichen verschoben wurde als geplant und so Enteignungen und Erschütterungsbelastung erheblich verringert werden konnten. Die Bahn wollte damals auch die gesamte Trasse, inklusive S – Bahn, auf einen Erschütterungsmindernden Untergrund legen und außerdem die Lärmemission durch eine besondere Gleispflege, das „besonders überwachte Gleis“ BüG, weiter reduzieren. Ab 2006 war das gesamte Konzept so nicht mehr geplant. Anstelle der Gleispflege sollten jetzt ersatzweise Lärmschutzfenster eingebaut werden, die viele Bürger hinter verschlossene Fenster verbannen. Der erschütterungsmindernde Untergrund wird nur noch teilweise und nicht mehr für die S – Bahn geplant.

Die Bürgerinitiative Lankwitz hat damals die Politik auf die Situation aufmerksam gemacht. Positive Reaktionen kamen von Bundestagsabgeordneten der SPD und der CDU sowie der Bezirksregierung. Außerdem haben wir für die gemeinsamen Stellungnahmen und die Verstärkung unserer Position bei den öffentlichen Erörterungen anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen (finanziert aus Spenden).

2009 wurde nun von Seiten der DB eine Mittelschallschutzwand (zwischen S-Bahn und Fernbahn) zusätzlich eingebracht, hierdurch konnte die Betroffenheit reduziert werden. Ein Wermutstropfen blieb: Die DB wollte das „besonders überwachte Gleis“ BüG weiterhin ersatzlos streichen.

Die Lärmschutzwände beginnen, bedingt wohl durch das Einwirken von der BI und der Politik, laut der Planung von 12.2015, am nördlichen Beginn des PFA 1 (km 6,062) mit jeweils westlich vor S- und Fernbahn bis über die Attilastraße in südlicher Richtung fortlaufend. Somit haben die großen Mietshausbereiche Steglitzer Damm, Kelchstrasse und Langensteiner Weg jetzt auch entsprechenden Schutz bekommen.

Ab Ende 2015 ging es dann vergleichsweise schnell: Am 15.11.2015 wird der Planfeststellungsbeschluss vom Eisenbahnbundesamt ( EBA) für Abschnitt PFA2 (Lichtenrade) veröffentlicht. Die Bürgerinitiative Lichtenrade klagt dagegen vor dem Bundesverwaltungsgericht. Diese Klage wird am 29.6.2017 abgewiesen. Der Planfeststellungsbeschluss ist damit gültig.

Am 22.5.2017 wird der Planfeststellungsbeschluss für unseren Abschnitt PFA1 veröffentlicht. Unter http://www.dresdnerbahn.de/downloads kann er heruntergeladen werden. Details der Festlegungen darin, wie z.B. besonders überwachtes Gleis, werden von uns in einer gesonderten Aufstellung dokumentiert. Eine Umfrage unter unseren Mitgliedern ergab, dass die geschätzten Kosten eines Klageverfahrens nicht durch Spenden gedeckt werden konnten und dass offenbar keine Mehrheit klagewillig war. Durch Rundschreiben wurden unsere Mitglieder darüber informiert. Die Rückmeldungen dazu waren nahezu einstimmig positiv.

Unser Resümee nach ca. 19 Jahren BI Lankwitz ist ebenfalls vorwiegend positiv. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Schutzmaßnahmen gegen Lärm und Erschütterung, die von der Bahn getroffen werden, zeigt die folgende Abbildung:

BSO: Betontrog mit Schotterfüllung auf Unterschottermatte
BüG: Besonders überwachtes Gleis
Seitennummern beziehen sich auf den Planfeststellungsbeschluss im Internet

Durch eine Klage hätte versucht werden können, auch für die S-Bahn noch zusätzlich die BSO- Gleise zu
erreichen. Der Gewinn an Erschütterungsschutz wäre jedoch vergleichsweise gering gewesen.

Mit diesem Entschluss ist die Arbeit der Bürgerinitiative allerdings nicht zu ende. Mit Beginn der großen
Bauphase, die wir in ca. 3 Jahren erwarten ( weil europaweite Ausschreibungen nötig sind ) sind wir weiter
gefordert, die Erfüllung der Auflagen des EBA für Lärm- und Erschütterungsschutz zu beobachten und
gegenüber unseren Mitgliedern evtl. helfend einzugreifen. Dazu werden wir dann, soweit nötig, auch die noch verbliebenen Spendengelder einsetzen.  
Wir werden zu gegebener Zeit Infos über anstehende Bauarbeiten geben, außerdem wird die DB Ansprechpartner für Probleme bei den Bauarbeiten benennen, die wir ebenfalls an Sie weitergeben.

Wir danken dem Stadteilzentrum Steglitz, das uns die vielen Jahre unter seinem Dach geschützt und uns geholfen hat. Falls Betroffene die Arbeit Bürgerinitiative finanziell unterstützen wollen, hier die Kontodaten:
Stadtteilzentrum Steglitz e.V.
Berliner Sparkasse – DE94 1005 0000 1250 0104 93 – BELADEBEXXX
Verwendungszweck „BI – Dresdener Bahn“
Falls am Ende der Baumaßnahmen noch Gelder übrig sind, werden wir diese dem Stadtteilzentrum spenden.

Für Fragen zu Details des Planfeststellungsbeschlusses und zu den kommenden Baumaßnahmen stehen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unter bi-lankwitz@gmx.de weiter zur Verfügung.

2017/8

Aktuell

2017.06a. Rundschreiben Planfeststellung PFA1

2017.06b PFA1 Schutzmaßnahmen

2017.06c. Umfrage Klage

2017.07. BI organisiert keine Klage

2017.08a. Details zur Planfeststellung PFA1

1017.09a Notiz zum Informationstreffen am 25.9.2017

2017.09b DB Präsentation für BI Lankwitz

2017.10a. BI – Bauinformationen

2017.10b. DB-Rodungsarbeiten, 2017 u. 2018

2017.10c DB Bürger Info

 

Archiv der BI-Lankwitz

1998.9._Techn.Einspruch

1998.11._Schienenlagerung

1998.12.__Infogespräch_bei_der_DB

1999.1._Anhörungsprotokoll

2006.7._Zugfrequenzen

2006.9._Mustereinspruch

2007.2._DB-Antwort

2007.3._Rundschreiben_vor_Erörterung

2007.5.__Info_nach_Erörterung

2009.12_Mustereinspruch

2010.10.Wie_es_weiter_geht

2010.11Glückwunschbrief zum 15ten Jubiläum des Stadtteilzentrums

2011.09_offene_Forderungen_der_BI

2014.12 Info Attilastr. u.a.

2016.4. Planfeststellung Lichtenrade – Schlussfolgerungen