Deshalb war und ist es wichtig, gerade vor der eigenen Haustür kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Belange zu haben. Und das Stadtteilzentrum erfüllt hier seit nunmehr 15 Jahren eben diese Funktion. Es koordiniert die immer zahlreicher werdenden Angebote seiner verschiedenen Einrichtungen und geht auf aktuelle Themen sehr zeitnah in seiner Arbeit ein. Zudem informiert es mittels einer eigenen, monatlich erscheinenden Zeitung mit informativen Interviews, interessanten Berichten und unterhaltsamen Kiezgeschichten. Und ich freue mich sehr darüber, dort jeden Monat auch mit einem Grußwort vertreten zu sein, um über die Arbeit der Bezirksverwaltung zu berichten.
Ich gratuliere dem gesamten Team zum Jubiläum herzlich und sage vielen Dank für das in der Vergangenheit Geleistete! Für die Zukunft wünsche ich uns allen weiterhin ein solch gut funktionierendes Stadtteilzentrum. Und ich bin fest davon überzeugt, dass dieses auch zukünftig, über die nächsten 15 Jahre hinaus, Bestand haben wird.
Norbert Kopp
Bezirksbürgermeister

In letzter Zeit geschieht es naturgemäß immer häufiger, dass ich zu runden Geburtstagen oder Jubiläen alter Weggefährten gratulieren darf, für mich ein Zeichen, dass Gutes lange währt! Nun ist es keine Person sondern eine Institution, welche mir sehr ans Herz gewachsen ist und der diese Worte gelten.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich im Jahre 1995 in meiner Eigenschaft als Jugendstadtrat des Bezirks Steglitz der Gründung des damaligen Nachbarschaftsvereins Lankwitz in der Einkaufspassage Wedellstraße Ecke Kamenzer Damm beiwohnte. Damals war es zumindest etwas nicht alltägliches, dass sich ein Verein aufmachte, die Angebote des Bezirkes und des Landes an die Bürgerinnen und Bürger zu ergänzen. Schon ein Jahr nach der Gründung war die Mitgliederzahl des Vereins von nur 15 auf stolze 120 Mitglieder gestiegen, was zeigte, dass das Angebot auch auf große Nachfrage stieß.
Mit verschiedensten Projekten und Initiativen entwickelte sich der Verein für die Verwaltung schnell zu einem verlässlichen freien Träger, der nicht nur eine Lücke staatlicher Angebote schloss, sondern vor allem auch Brücken zwischen den Menschen baute. Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft, Sprache, Kultur, Sozialisierung und sozialer Lage bekamen und bekommen im Stadtteilzentrum Steglitz Gelegenheit, über gemeinsame Aktivitäten und Interessen zueinander zu finden. Hierdurch wurde das Wort „Kiez“ wieder zum Inbegriff von Heimat, Zuhause, Miteinander und Geborgenheit.
Was die Mitglieder des Stadtteilzentrums Steglitz in den vergangenen 15 Jahren geschafft haben, verdient große Anerkennung und meinen Respekt. Ich muss nach dieser enormen Expansion des Vereinsangebotes kein Optimist sein, wenn ich davon überzeugt bin, dass uns in den nächsten Jahren noch so einiges erwarten wird. Ich wünsche allen Beteiligten dafür alles Gute, weiter viel Schaffenskraft, Durchsetzungsvermögen und Mut, dies insbesondere im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirkes, in dem auch ich mich, nicht zuletzt Dank derart vorbildlichen Engagements, immer noch sehr wohl fühle.
Vielen Dank dafür!
Ihr Thomas Härtel

Der Stadtteilzentrum Steglitz e.V. (SZS) geht auf die Initiative von Menschen zurück, die sich mit einem vor 15 Jahren wenig verbreiteten, nämlich unternehmerischen Verständnis in das Feld sozialer Arbeit begeben haben. Sie haben dabei erstaunlichen Ideenreichtum gezeigt, mit beachtlicher Beharrlichkeit zahllose Widerstände überwunden und ein bemerkenswertes Gespür für Chancen entwickelt, die sich zur Realisierung ihrer Träume und Ideen eröffnet haben. Dazu gehört auch, dass es ihnen gelungen ist, immer wieder neue Leute zu gewinnen, die sich für ihre Vorstellungen von sozialer Arbeit verschiedenster Couleur begeistern ließen. Deshalb war und ist das SZS nach meiner Überzeugung so erfolgreich, und es ist mir Ehre und immer wieder Vergnügen, als Vorstand meinen kleinen Beitrag zum Fortgang dieser Arbeit leisten zu dürfen.
Für die Zukunft wünsche ich dem SZS vor allem eines: mehr Unabhängigkeit – eine ähnlich utopische Idee wie diejenige, die vor 15 Jahren am Anfang des Vereins stand. Utopisch deshalb, weil Stadtteilzentren in höchstem Maße von Förderung, Leistungsentgelten, etc. abhängig sind, die zum überwiegenden Teil von staatlichen Stellen verwaltet und ausgezahlt werden; und ich wünschte mir, dass diese staatlichen Stellen ihre Aufgaben mit derselben Akkuratesse und demselben Verantwortungsbewusstsein wahrnehmen, wie sie dies (zu Recht) vom SZS u.a. bei der Dokumentation der Mittelverwendung erwarten. Die gewonnene Unabhängigkeit würde zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, das enorme Potenzial an Kreativität, das ich bei den MitarbeiterInnen des SZS sehe, in noch stärkerem Maße zum Wohl unseres Quartiers zum Einsatz zu bringen. Und natürlich wünsche ich dem SZS das notwendige Quäntchen Glück, das jeder braucht, der selbständig und unter unvermeidlicher Inkaufnahme von Risiken in bislang wenig entwickelte Bereiche sozialer Arbeit vorstößt.
Hanfried Wiegel-Herlan

2004 lernte ich das Stadtteilzentrum Steglitz und seine Arbeit in Person von Thomas und Veronika Mampel näher kennen. Damals wurde FAMOS vom Stadtteilzentrum angesprochen, ob wir in Kooperation das „Alte Waschhaus“ neu beleben wollen. Es war der Start für eine erfolgreiche, praxisorientierte Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe. Egal ob es um die Weitergabe von
Informationen, die Verfügbarkeit von Ressourcen, wie Erfahrungen, Personal oder Räumen ging, stets war das Stadtteilzentrum hilfsbereit. Neben seinem Engagement im gesamten Bezirk wurden im Rahmen sozialräumlicher Orientierung weitere gemeinsame Projekte, wie Elternschulungen, Befragungen, gemeinsame Fortbildungen oder Feste geplant und umgesetzt. Die Mitarbeiter, die ich im Verlauf dieser Zusammenarbeit kennen lernen durfte, begegneten einem immer freundlich und offen, sodass ich, wenn ich heute in eine der Einrichtungen komme, oft das Gefühl habe dazu zu gehören. In der Umsetzung von Projekten waren alle mit großem Engagement dabei. Der „kieztreff“ (ehm. „Altes Waschhaus“) wurde Dank dieser Zusammenarbeit zu einem begehrten Anlaufpunkt der Bewohner in Lichterfelde Süd entwickelt. Heute verbinde ich mit dem Stadtteilzentrum Steglitz einen Träger, der stets ein offenes Ohr für die kleinen und großen Menschen der Region hat und durch seine Innovationskraft geeignete Antworten auf drängende Fragen gibt.
Ich wünsche dem Stadtteilzentrum Steglitz und seinen Mitarbeitern, dass es ihnen auch zukünftig gelingt, im Kontakt mit den Menschen zu bleiben und dort Angebote zu machen, wo Hilfe und Förderung gebraucht wird. Ganz besonders drücke ich die Daumen, dass es gelingt „Eine Halle für alle“ zu bauen und somit neue Wege zu einem sportlichen Miteinander jenseits von eingefahrenen Strukturen zu beschreiten. Bleibt offen für die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Region, denn nur so wird es möglich sein, die Gestaltung eines angenehmen Lebensumfeldes für die Bewohner des Kiezes umzusetzen.
Herzlichen Glückwunsch zum 15-jährigen Bestehen!
Detlev Haase
Den Wandel gestalten

Mit dem Stadtteilzentrum verbinde ich den Namen „Mampel“. Genauer: Thomas Mampel. Noch exakter unter die Lupe genommen ist es ja die wunderbare Fusion von Veronika und Thomas Mampel, durch die das Stadtteilzentrum ein eigenes und besonderes Gesicht in der Berliner Trägerlandschaft erhalten hat. Erfreulicherweise macht die Zusammenarbeit mit den Mampels Spass, sie ist fachlich hochwertig und durchweg „psycho-unlastig“. Das ist in unseren beruflichen Breitengraden etwas besonderes.
Spannend ist unsere – wenn auch lose – dialogische Zusammenarbeit auch dahingehend, dass keine Idee verrückt genug wäre, um mit Thomas Mampel kein ernsthaftes Gespräch darüber zu führen. So entsteht Veränderung, so wird Soziale Arbeit zur Gestalterin des Wandels. Dieses Kompliment möchte ich in den Mittelpunkt meiner Gratulation stellen: (Post)moderne Sozialarbeit moralisert nicht, nein, sie agiert zwischen freiem Markt und Gemeinnützigkeit und gestaltet mit den Bürgerinnen und Bürgern lebenswerte Räume. Sie arbeitet mit den Themen der betroffenen Menschen und nicht mit den Problemen, welche die Gesellschaft mit ihnen hat. Diese bemerkenswerte Unterscheidung (oder: Qualität) würde ich der Arbeit des Stadtteilzentrums jederzeit zuschreiben.
Auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit und viele kreative Outputs … Denn davon lebt Berlin!
Ich grüße Sie freundlich,
Uwe Lamm
Hurra – 15 Jahre!

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist als Träger der freien Jugendhilfe seit seiner Gründung ein wichtiger und verlässlicher Partner des Jugendamtes Steglitz-Zehlendorf.
Mit seinen innovativen und konstanten Angeboten für Kinder, Jugendliche und deren Familien aber auch generationenübergreifend leistet der Verein viele Beiträge zum Gelingen kiez- und sozialraumorientierter Arbeit in Lankwitz, Lichterfelde-Süd und Ost aber auch in Lichterfelde-West. Begonnen hat die Zusammenarbeit zwischen dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und dem Jugendamt im Jahre 1997 vor der Bezirksfusion im ehemaligen Steglitz, damals noch als Nachbarschaftsverein Lankwitz e.V., mit dem Streetworkprojekt OUTREACH in Lankwitz-Ost und der anschließenden Öffnung des Jugendtreffs „Bunker“ in der Malteserstraße. 1998 gelang es dem Verein die Einrichtung des sportorientierten Kinder-, Jugend- und Familientreffs „Alte Eisbahn“ in der offenen Arbeit Akzente zu setzen. Der Verein hat sich in der Tagesbetreuung von Kindern in Kindertagesstätten und Schüler/innenclubs, durch Schulstationen und Kinder-, Jugend- und Familienzentren etabliert. So stellen z.B. das Kinder- und Jugendhaus Immenweg im Ortsteil Steglitz und das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Osdorfer Straße nicht wegzudenkende Angebote zur Verfügung. Hier sei insbesondere das Kinderrestaurant Lichterfelde erwähnt. Der Jugendtreff „Bunker“ ist eine feste Größe für Jugendliche im Bezirk.
Die Stadtteilkonferenz in Lankwitz und der Runde Tisch in Lichterfelde-Ost sind Treffs für Bürger und Bürgerinnen um gemeinsam mit professionellen Akteuren, Vereinen und Politikerinnen ihren Lebensraum zu gestalten. Diese Treffs sind durch die Mitarbeit des Stadtteilzentrums Steglitz e.V. geprägt. Der Verein trägt Verantwortung für die Belange der Bewohner und Bewohnerinnen dieser Ortsteile und beteiligt sich rege am Aufbau eines Bildungshauses in der Thermometersiedlung.
Der Verein verfolgt seit Kurzem wieder eine neue Idee. Weil im Bezirk zu wenig Hallensportzeiten für Kinder und Jugendliche in diesem Sozialraum zur Verfügung stehen, sammelt er Geld (und benötigt mindestens 1 Mio €), um selbst eine solche Sporthalle zu errichten. Um dieses Ziel zu erreichen, scheute der Verein keine Mühe und gründete sogar eine hauseigene Rockband: „Telte“ hat bereits bei mehreren Auftritten gezeigt, dass sie sich hören lassen kann.
Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. stellt sich immer wieder neuen Herausforderungen. Aktuell übernimmt der Verein im Rahmen eines stadtweiten Projektes „Kinder in Angst brauchen Schutz“ gemeinsam mit der Gewerkschaft der Polizei die Einrichtung von „Notinseln “. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen besuchen Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen des Vereins Gewerbetreibende, um solche Notinseln für Kinder zu installieren.
Nicht alle Projekte des Vereins sind ausführlich gewürdigt, aber alle zu empfehlen, deshalb wird den lieben Lesern und Leserinnen geraten, sich durch einen Besuch mit Ihren Kindern in den Einrichtungen vor Ort selbst zu überzeugen und allen Ihren Nachbarn davon zu erzählen.
Das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf wünscht sich das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. auch zukünftig als Partner, bedankt sich für die bisherige gute Zusammenarbeit bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Vereins, bei seiner Geschäftsführung, Thomas Mampel, und dem Vorstand und hofft dass es gelingt, das bisher gezeigte Engagement für die Kinder- und Jugendlichen und deren Familien im Bezirk aufrecht zu erhalten.
Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung des Jugendamtes
gratuliert herzlich zum 15 jährigen Bestehen des Vereins
Ilka Biermann
Das Stadtteilzentrum Steglitz ist für mich in all den Jahren immer ein engagierter und verlässlicher Partner, wenn es um die Belange von Kindern und Jugendlichen geht. Mit Ideenreichtum und Kreativität wurden neue Ideen entwickelt und Angebote zusammen mit den bezirklichen Gremien erarbeitet.
Ich wünsche dem Stadtteilzentrum weiterhin viel Erfolg, Offenheit für neue Entwicklungen, ein engagiertes und tatkräftiges Team und ein bischen Glück, das gehört immer dazu.
Anke Otto
Bezirksstadträtin für Jugend, Umwelt und Schule
(Stadtteilzeitung Nr. 142 - November 2010)