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Bild der Einrichtung/des Projekts

Laib & Seele
Im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße
Osdorfer Straße 145, 12209 Berlin

Di 15 bis 16 Uhr
Ab 14 Uhr Klärung der Bedürftigkeit


Suada Dolovac
Tel 030 75 51 67 39


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Mit Laib und Seele – Herz und Hand!

Seit fast fünf Jahren verwandelt sich jeden Dienstag der große Veranstaltungsraum im Kinder, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße, in dem auch das Kinderrestaurant KiReLi untergebracht ist, in eine Ausgabestelle für Lebensmittel der Aktion „Laib und Seele“, einer Initiative der Berliner Tafel e.V., des RBB und der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf.  

Bei Nachweis ihrer Bedürftigkeit können sich dort Menschen für den kleinen Betrag von einem Euro pro Erwachsenem mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgen. Die Einnahmen dienen zur Deckung der Kosten für Transport und Verpackung der abgegebenen Lebensmittel. Die Abgabe von Lebensmitteln für Kinder erfolgt kostenlos. Die eigentliche Arbeit kann nur durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt werden. Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. unterstützt die Ausgabe großzügig durch die Zurverfügungstellung der Räume.

Die Ehrenamtlichen sind meist schon viele Jahre dabei, sie haben bei der Arbeit Freunde gefunden. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und vielen verschiedenen Berufen, z.B. Tierarzt, Sekretärin, Lehrerin, Schneiderin oder Krankenpfleger treffen sich dort regelmäßig. Ihre Motive liegen zum einen in dem Wunsch zu helfen, zum anderen in dem Miteinander. Man arbeitet Hand in Hand und ist zu einem Team zusammengewachsen. Und dennoch werden immer wieder neue Kräfte gesucht, manch einer muss aus persönlichen Gründen aufhören, doch die Arbeit wird nicht weniger.

Am Ausgabetag sind von den 35 Ehrenamtlichen etwa 20 aktiv im Einsatz und diese werden auch dringend gebraucht. Eigentlich fängt alles schon am Vortag an, wenn Lebensmittelmärkte der Umgebung angefahren und von dort gespendete Waren einsammelt werden. Diese  Lebensmittel werden in die Scheelestraße gebracht und im Keller gesammelt. Schon viele Stunden bevor die eigentliche Ausgabe dienstags anfängt, treffen sich die Ehrenamtlichen dort, um die Waren grob zu sichten, den Saal vorzubereiten und schließlich noch einmal alles zu sortieren oder zu portionieren. Die Menschen, für die sie dies alles machen, zeigen immer wieder, dass sich ihre Arbeit lohnt. Obwohl die Ausgabe der Lebensmittel erst gegen 15:00 Uhr beginnt, kommen manche schon viel früher. Man sucht das Gespräch, man verabredet sich, man trinkt Kaffee oder spielt auch mal Karten, kurzum der Ort ist beliebt. Die Ausgabestelle ist für Menschen unterschiedlichster Herkunft zu einem Kommunikationspunkt geworden. Alle warten gespannt, bis sie an der Reihe sind, um schließlich etwas von den verschiedenen Lebensmitteln mit nach Hause zu nehmen. Am Ende werden es etwa 110 „Kunden“ – Familien oder Einzelpersonen - gewesen sein. Sie alle zu versorgen, ist nicht immer leicht, denn die Abgabebereitschaft der Lebensmittelmärkte nimmt leider ab. Im Augenblick reicht es gerade so. Deswegen bereitet es sowohl den ehrenamtlichen Mitarbeitern als auch den Betroffenen besondere Freude, wenn einmal etwas Unerwartetes verteilt werden kann, Konserven, Kaffee oder Schokolade. 

Unterstützen kann man die Aktion „Laib und Seele“ in vielerlei Hinsicht, durch Spenden, Lebensmittel oder Geld, und – mit Herz und Hand – durch das  persönliche Engagement in einem Ehrenamt!

Ein durch die Jahre eingespieltes Team von ehrenamtlichen Helfern trifft sich jede Woche im Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum Osdorfer Straße für die Aktion „Laib und Seele“. Die insgesamt 35 köpfige Mannschaft sucht immer wieder nach Verstärkung!

Werner Wagner + Norbert Scheunchen

(Stadtteilzeitung Nr. 143 - Dezember 2010/Januar 2011)

Laib + Seele

Das Projekt „Laib und Seele“ wird seit Januar 2006 gemeinsam mit der Berliner Tafel, dem RBB, der Ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. durchgeführt.

Über 25 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen jeden Dienstag zwischen 15.00 und 16.00 Uhr für den reibungslosen Ablauf der Lebensmittelausgabe. Das Angebot richtet sich an Familien und Einzelpersonen aus dem Bezirk, die ihre Bedürftigkeit durch Bescheide über Mindestrente, ALG I und II oder ähnliches nachweist. Sie erhalten gegen eine Schutzgebühr von 1,- € die von Supermarktketten und Einzelhändlern gespendeten Lebensmittel.

Ausgabe von Lebensmitteln an Menschen mit geringem Einkommen:

Für Bedürftige mit Bezug von
ALG I
ALG II
Mindestrente

Unkosten: 1,- € / Erwachsener

Bitte bringen Sie Ihren Arbeitslosen-, Sozialhilfe- oder Rentenbescheid mit!